Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist in Europa auf dem Vormarsch und wurde bereits auch in Österreich gesichtet. Wer ein solches Exemplar entdeckt, sollte es den Behörden melden. Aber Achtung: Die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) steht unter strengem Naturschutz und darf nicht bekämpft werden.
Umso wichtiger ist es, die invasive Asiatische Hornisse richtig zu erkennen. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe: Die Asiatische Hornisse wirkt insgesamt deutlich dunkler. Ihr vorderes Bruststück ist komplett dunkel bis schwarz. Besonders auffällig sind die leuchtend gelben Beinenden.
Wie utopia.de berichtet, beschreibt der NABU Baden-Württemberg genau diese Kombination aus dunklem Körper und gelben Beinen als zentralen Unterschied zur Europäischen Hornisse. Die Größe allein ist kein verlässliches Merkmal, da sich die Größenbereiche beider Arten überschneiden können.
Auch die Nester der beiden Arten sind verschieden: Bei europäischen Hornissen zeigt das Flugloch nach unten, der Bau ist breit und ockerfarben. Die Asiatische Hornisse baut ihr Nest mit seitlichem Eingang, es ist eher hochgebaut und grau gefärbt. Zudem baut die asiatische Art ihre Nester auch an ungeschützten Orten, während heimische Hornissen geschützte Plätze bevorzugen.
Wer eine verdächtige Hornisse sieht, sollte aus sicherer Entfernung ein Foto machen. Dabei sollten Beine und Hinterleib gut erkennbar sein. Notiere Ort und Datum und melde den Verdacht an die Naturschutzbehörde. Wichtig: Nie selbst Fallen aufstellen oder Nester berühren. So schützt du die heimische Hornisse und hilfst den Behörden, die Ausbreitung zu dokumentieren.