Haie im Mittelmeer sind nichts Ungewöhnliches, doch so nah an der Küste zeigen sich Makohaie nur selten. Am vergangenen Wochenende näherte sich vor der Küste Apuliens ein ausgewachsener Makohai dieser Art jedoch einem kleinen Boot und prallte gegen den Rumpf. "Mamma mia, schau Dir seine Größe an, passt auf, er ist riesig", ist in einem Video zu hören, das in den sozialen Medien gepostet wurde.
"Mit einer plötzlichen und kraftvollen Bewegung änderte er die Richtung und stieß unter das Boot", schilderte Fischer Giuseppe Zacà den Schreckmoment gegenüber dem Newsportal "Today.it". Er beschrieb weiter: "Ein dumpfer Schlag, gefolgt von einer Vibration, die uns von den Füßen bis in den Kopf ging."
Für einen Moment herrschte völlige Stille an Bord. "Für einen Augenblick haben alle die Luft angehalten", so Zacà und weiter: "Wir haben uns angeschaut, mit weit aufgerissenen Augen, zwischen Staunen und dieser urtümlichen Angst." Auffällig: Der Hai hatte eine Wunde am Rücken. Das Tier blieb noch kurz in der Nähe und verschwand dann wieder im offenen Meer.
Der Makohai zählt zu den schnellsten Haien der Welt. Er erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h und ist für seine Sprungkraft bekannt. Der Meeresbewohner kann bis zu vier Meter lang werden und hat auf seiner Speisekarte vor allem Fische, wie Thunfisch und Makrelen.
Trotz seines Rufs als aggressiver Jäger sind Angriffe auf Boote oder Menschen äußerst selten. Wissenschaftler betonen, dass viele solche Vorfälle eher auf Neugier oder Fehlinterpretation von Reizen zurückzuführen sind als auf gezielte Attacken. Es wird vermutet, dass der Makohai am Wochenende durch Motorgeräusche oder Fischereiaktivitäten angelockt worden war. Trotz der Wucht des Aufpralls wurde niemand verletzt.