"Bringt keinen Frieden"

Selenskyj stellt Trump nach Putin-Deal ein Ultimatum

Nach dem Diesel-Deal zwischen Trump und Putin schlägt Selenskyj Alarm. Er warnt vor mehr russischem Terror und fordert harte Sanktionen.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 21:35
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagiert mit scharfer Kritik auf die jüngsten Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin. Im Mittelpunkt steht die Lockerung von Sanktionen, die Russland den Verkauf von Erdölprodukten erleichtern soll. Selenskyj sieht darin ein gefährliches Signal an Moskau.

"Frieden entsteht niemals durch Schwäche", erklärte der ukrainische Präsident. Jede Lockerung der Sanktionen ohne eine klare und dauerhafte Vereinbarung zur Deeskalation sei ein Zeichen von Schwäche. Davon profitiere ausschließlich Russland.

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"Geschenke an Putin bringen keinen Frieden"

Besonders deutlich wird Selenskyj beim Thema Diesel. "Geschenke an Putin bringen weder Frieden noch irgendeinen Nutzen für die zivilisierte Welt", warnt er.

Russland werde sich für den Diesel mit weiterem Terror und Heimtücke "bedanken", so der ukrainische Präsident. Wer Russland den Verkauf von Erdölprodukten ermögliche, investiere damit in einen Krieg, der eigentlich beendet werden müsse.

Selenskyj wirft Putin außerdem vor, durch politische Absprachen eine Lockerung des wirtschaftlichen Drucks erreichen zu wollen. Dadurch könne sich Russland zusätzliche Zeit verschaffen, um den Krieg fortzusetzen.

Selenskyj zählt russische Angriffe auf

Als Begründung verweist der ukrainische Präsident auf die jüngsten russischen Angriffe. Allein in der vergangenen Woche sei ein Wohnhaus in Pryluky von einer Rakete getroffen worden. In Kramatorsk seien Fliegerbomben auf gewöhnliche Stadtbusse abgeworfen worden.

Auch die Energieversorgung in Kiew sowie lebenswichtige Infrastruktur in Dnipro, Charkiw und Odessa seien immer wieder angegriffen worden. Dutzende Menschen seien dabei getötet und Hunderte verletzt worden, erklärt Selenskyj.

Russland sei auf dem Schlachtfeld derzeit schwächer als zu jedem anderen Zeitpunkt des Krieges, behauptet der Präsident. Deshalb setze Putin verstärkt auf Angriffe gegen die Zivilbevölkerung und versuche gleichzeitig, internationale Sanktionen loszuwerden.

Ukraine bietet Trump einen Deal an

Gleichzeitig macht Selenskyj den USA ein konkretes Angebot. Die Ukraine sei bereit, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, wenn Russland im Gegenzug die ukrainische Energieinfrastruktur verschone.

"Die Ukraine wird keine russischen Ölraffinerien in Brand setzen, wenn Russland unsere Energieinfrastruktur nicht zerstört", stellt Selenskyj klar. Die amerikanische Regierung kenne diesen Vorschlag bereits. Selenskyj ist überzeugt, dass Washington genügend Einfluss habe, um eine solche Vereinbarung durchzusetzen.

Jetzt fordert Selenskyj harte Sanktionen

Nach einem Treffen mit einer überparteilichen Delegation des US-Kongresses in Kiew fordert Selenskyj außerdem neue Sanktionen gegen Russland. Konkret verweist er auf einen Gesetzentwurf von US-Senator Lindsey Graham.

Die USA müssten die Ukraine weiter bei der Verteidigung unterstützen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Druck auf Moskau erhöhen.

Zum Abschluss richtet Selenskyj eine unmissverständliche Botschaft an Washington: Die Ukraine erwarte ein entschiedenes Auftreten gegenüber Russland. Die USA müssten mit Putin ein starkes Gespräch führen. "Ein starkes, kein schwaches."

red,Akt. 09.10.2026, 21:44, 09.10.2026, 21:35