Tierischer Ratgeber

Höllenhitze! Das sind die größten Fehler beim Haustier

Hitze kann für Haustiere zur Gefahr werden. Die Tierschutzombudsstelle Wien warnt vor fünf häufigen Fehlern im Umgang mit Tieren im Sommer.
Heute Tierisch
29.06.2026, 07:20
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Ein Platzerl im Grünen für das Meerschwein, eine Abkühlung für den Hund im See oder ein luftiger Sommerplatz für den Wellensittich am Balkon – das klingt zwar herrlich, kann für Tiere bei Hitze aber schnell gefährlich werden. Oft meint man es gut, richtet aber unbeabsichtigt Schaden an.

Die Tierschutzombudsstelle Wien warnt vor den fünf größten Fehlern, die du bei Hitze im Umgang mit Hund, Katz' und Co. machen kannst, und erklärt, wie du deinen tierischen Freunden wirklich eine Freude machst. Wie die Wiener Rathauskorrespondenz berichtet, ist gerade im Sommer besondere Vorsicht geboten.

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1. Hunde: Sprung ins kühle Nass

Ob beim Urlaub am See oder am Flussufer in der Stadt – viele Hunde lieben das Wasser, wenn es draußen heiß ist. Doch Achtung: Ein überhitzter Hund darf niemals direkt ins kalte Wasser springen! Dabei kann die Aorta reißen, was innerhalb weniger Sekunden zum Tod führen kann. Nicht jeder Hund ist eine Wasserratte, und Zwang bringt gar nichts.

„Suchen Sie bitte eine flache Einstiegsstelle, an der der Hund jederzeit selbstständig und in seinem Tempo ins Wasser gehen kann – und auch wieder hinaus“
Eva PersyWiener Tierschutzombudsfrau

Folgende Hunderassen sind richtige Wasserratten:

2. Katzen: Frische Brise am offenen Fenster

Wenn es abends abkühlt, werden die Fenster geöffnet – das tut Mensch und Tier gut. Aber Vorsicht: Ungesicherte Fenster und Balkone können für Wohnungskatzen in Wien schnell zur Todesfalle werden. Im Sommer verletzen sich laut Presseaussendung der Stadt Wien rund 15 Katzen pro Tag durch einen Sturz, oft schwer. Eva Persy empfiehlt: "Sichern Sie Fenster und Balkone mit Absturzgefahr fachgerecht mit einem Gitter oder Netz. So schützen Sie Ihre Katze und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben."

3. Kleintiere im Gartenparadies

Viele verbringen den Sommer im eigenen Garten oder im Schrebergarten und wollen auch den Tieren ein Platzerl im Freien gönnen. Kaninchen und Co. einfach im Käfig draußen abstellen oder auf den Rasen setzen, kann allerdings schnell zum Hitzschlag führen. Eva Persy sagt: "Wer seine Kleintiere zeitweise oder dauerhaft draußen halten möchte, muss ein Außengehege mit Schattenplätzen und Kühlmöglichkeiten errichten, das unabhängig vom Stand der Sonne vor Hitze schützt."

4. Vögel: Dem Himmel so nah

Manche Vogelhalter möchten ihre gefiederten Freunde an warmen Tagen in die frische Luft setzen. Aber Fensterbrett und Balkon sind tabu! Die Voliere gehört an einen gut temperierten, zugfreien Platz – ohne direkte Sonne. Wellensittich und Co. müssen vor Hitze geschützt werden.

„Viele Vögel lieben eine leichte Dusche aus der Sprühflasche. Füllen Sie die Flasche mit handwarmem Wasser und benetzen Sie die Tiere vorsichtig. So ist der ausströmende Sprühnebel angenehm und nicht zu kalt.“

5. Hunde: Heiß auf Eis

Auch Hunde freuen sich im Sommer über eine Abkühlung in Form von Eis. Aber Vorsicht: In immer mehr Eissorten steckt Birkenzucker (Xylit) – für Hunde hochgiftig! Schon wenige Gramm können lebensbedrohlich sein, im schlimmsten Fall sogar tödlich. Auch Milchzucker oder Schokolade sind nicht geeignet.

Eva Persy empfiehlt: "Machen Sie Hundeeis selbst, indem Sie gut verträgliche Zutaten pürieren und in einem Muffinförmchen oder Schleckspielzeug einfrieren. Alternativ gibt es spezielle Fertigprodukte oder Eis für Vierbeiner. So steht dem kühlen Schleckvergnügen nichts im Weg."

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.06.2026, 07:20
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