Die Lust aufs Verschönern der eigenen vier Wände ist ungebrochen – doch die Teuerung zwingt viele Wiener zum Umdenken. Statt kostspieliger Komplettsanierungen werden Renovierungen immer häufiger in mehreren Etappen umgesetzt. Balkon, Terrasse oder einzelne Wohnräume werden nach und nach verschönert, um das Budget zu schonen.
"Die Menschen überlegen derzeit genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Die Bereitschaft, das eigene Zuhause zu verschönern, bleibt trotz der gestiegenen Lebenskosten hoch. Investiert wird vor allem dort, wo der Nutzen täglich spürbar ist", sagt Klaus Schmidtschläger, Obmann des Gremiums des Baustoff-, Eisen- und Holzhandels in der Wirtschaftskammer Wien.
Besonders beliebt ist deshalb das Selbermachen. Viele greifen lieber selbst zu Pinsel, Akkuschrauber oder Gartenschere, statt Handwerker zu beauftragen.
"Der finanzielle Aspekt spielt beim Do-it-yourself-Trend eine wesentliche Rolle, doch viele Menschen schätzen auch die Freude daran, in ihrer Freizeit eigene handwerkliche Projekte umzusetzen. Oft werden Vorhaben über einen längeren Zeitraum hinweg in mehreren Etappen umgesetzt. So bleibt die finanzielle Belastung überschaubar und Projekte können flexibel an die eigenen Möglichkeiten angepasst werden."
Trotz Sparzwang geben Österreicher laut aktuellen Daten noch immer durchschnittlich 844 Euro pro Jahr für Heimwerker- und Baumarktartikel aus.