Soziale Medien werden für viele Eltern zunehmend zur Sorge. Laut einer aktuellen Umfrage von Thermomix Österreich unter 1.000 Österreicher:innen zwischen 14 und 65 Jahren sieht fast jede zweite befragte Person (44 Prozent) einen Einfluss von Plattformen wie Instagram oder TikTok auf das Körperbild des eigenen Kindes.
Die Ergebnisse zeigen: Das Thema beschäftigt Familien längst. Rund 60 Prozent der Eltern geben an, aktiv mit ihren Kindern über Körperbilder und Inhalte aus sozialen Medien zu sprechen. Doch bei den Kindern kommt das Thema deutlich seltener von selbst zur Sprache.
Nur 34 Prozent der Eltern berichten, dass ihr Nachwuchs eigenständig über Schönheitsideale oder Social-Media-Inhalte spricht. Noch überraschender: Lediglich 28 Prozent glauben, dass sich ihre Kinder mit Influencern oder anderen Personen aus sozialen Netzwerken vergleichen.
Während die digitale Welt neue Herausforderungen schafft, hat sich der Umgang mit Ernährung und Körpergefühl in vielen Familien deutlich verändert.
93 Prozent der Eltern sagen, dass ihre Kinder nicht aufessen müssen, wenn sie satt sind. Auch bei der Portionsgröße setzen Familien zunehmend auf Eigenverantwortung: 92 Prozent lassen ihre Kinder selbst entscheiden, wie viel sie essen möchten.
Viele Eltern versuchen bewusst, das Selbstwertgefühl ihrer Kinder zu stärken. 89 Prozent ermutigen ihren Nachwuchs, positive Eigenschaften am eigenen Körper wahrzunehmen. Ebenso viele wollen einen gesunden Umgang mit Ernährung vorleben. Zudem achten 64 Prozent der Befragten darauf, weder den eigenen Körper noch den anderer Menschen vor ihren Kindern zu kommentieren.
„Familien müssen im Gespräch bleiben“
"Die Ergebnisse zeigen, wie bewusst viele Eltern heute mit den Themen Ernährung und Körpergefühl umgehen. Sie möchten ihren Kindern Vertrauen statt Druck vermitteln und ein gesundes Selbstbild fördern", erklärt Julia Menzl von Vorwerk Österreich.
Gleichzeitig warnt sie vor dem Einfluss sozialer Netzwerke: "Soziale Medien können bereits in jungen Jahren Einfluss auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers nehmen. Umso wichtiger ist es, als Familie im Gespräch zu bleiben und Kindern Orientierung zu geben."