Die Dachorganisation der Verbraucherzentralen in Deutschland lehnt ein pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche ab. Stattdessen fordert die Verbraucherzentrale eine harte Regulierung der Plattformen selbst.
"Ich bin gegen ein einfaches Social-Media-Verbot für Jugendliche, weil man damit wenig erreicht und Jugendliche ausschließt", sagte die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, der Funke Mediengruppe.
Laut "heise online" sollen konkret "schädliche Mechanismen, die süchtig machen oder manipulativ sind" verboten werden. Pop fordert, suchtfördernde Elemente wie Autoplay, endloses Scrollen sowie automatische Standortfreigaben zu untersagen.
"Das ist unheimlich. Und gefährlich. Genau das sind Mechanismen, die kontrolliert und reguliert werden müssen", betonte die Verbraucherschützerin.
Eine noch unveröffentlichte Befragung der Bundesverbraucherzentrale zeigt: 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sprechen sich dafür aus, Plattformen stärker in die Verantwortung zu nehmen, statt junge Menschen pauschal auszuschließen.
"Das ist ein klares Votum", so Pop. Die Debatte über ein mögliches Social-Media-Mindestalter wird in Deutschland seit Monaten geführt.