Schreckliche Szenen spielten sich Ende Jänner in einer Wohnung in Leoben ab: Eine 39-jährige Mutter soll ihren elfjährigen Sohn mit einem Messer attackiert und schlussendlich auch getötet haben – "Heute" berichtete.
Nach der Bluttat wählte die Frau selbst den Notruf. Die einschreitenden Beamten fanden die Frau mit Schnittverletzungen vor, ihr Kind lag zu diesem Zeitpunkt bereits tot in der gemeinsamen Wohnung nahe dem LKH Leoben. In ihrer Einvernahme zeigte sich die 39-Jährige bereits geständig.
Nun kam neue Bewegung in den Fall: Wie die "Kleine Zeitung" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Leoben berichtet, wurde eine Anklage wegen Mordes gegen die Mutter eingebracht. Zudem habe ein psychiatrisches Gutachten gezeigt, dass die Frau zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. Auch Alkohol, Drogen oder andere Substanzen seien nicht im Spiel gewesen.
Auch zum Tathergang machte die Staatsanwaltschaft Angaben. Demnach habe die 39-Jährige "unzählige" Male auf ihren Sohn eingestochen. Dieser sei schlussendlich verblutet. Weiterhin unklar sei hingegen das Motiv der Frau.
Ein Termin für die Verhandlung vor dem Landesgericht steht noch nicht fest, erst müsse die Anklage rechtswirksam werden, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.