ÖBB mit Premiere

Sonnenstrom wird jetzt in Mega-Batterie gespeichert

In Süßenbrunn nehmen die ÖBB erstmals einen Batteriespeicher für Sonnenstrom gemeinsam mit einer starken Photovoltaikanlage in Betrieb.
Thomas Peterthalner
03.09.2026, 06:15
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Die ÖBB setzen bei ihrer Energieversorgung verstärkt auf Sonnenstrom – und können diesen nun erstmals direkt vor Ort speichern. In Süßenbrunn in Wien-Donaustadt geht nun ein Batteriespeicher in Kombination mit einer 50-Hz-Photovoltaikanlage in Betrieb.

Die Photovoltaikanlage verfügt über mehr als 1.300 Module, diese erzeugen laut ÖBB jährlich rund 640 Megawattstunden Sonnenstrom. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von etwa 160 Haushalten.

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Batterie speichert Sonnenstrom

Neu ist jetzt der Batteriespeicher. Überschüssige Energie aus der Photovoltaikanlage kann damit direkt am Standort gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden – etwa dann, wenn die Sonne nicht scheint.

Die Batterie verfügt über eine Kapazität von 645 Kilowattstunden und eine Ladeleistung von 324 Kilowatt. Dadurch soll mehr vom selbst erzeugten Strom auch tatsächlich am Standort verbraucht werden können. Gleichzeitig wollen die ÖBB damit ihre Abhängigkeit von externen Stromquellen reduzieren.

"Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und volatiler Energiemärkte ist eine verlässliche und unabhängige Energieversorgung entscheidend", so Karl Streimelweger, Geschäftsbereichsleiter Energie bei der ÖBB-Infrastruktur AG.

Der neu errichtete Batteriespeicher speichert überschüssige Energie direkt vor Ort.
ÖBB

Strom fließt, wenn er gebraucht wird

Für die ÖBB geht es bei dem Projekt nicht mehr nur darum, möglichst viel erneuerbare Energie zu produzieren. Entscheidend ist auch, den Strom dort und zu jenem Zeitpunkt einsetzen zu können, an dem er tatsächlich gebraucht wird.

Batteriespeicher können dabei Schwankungen zwischen Stromproduktion und Verbrauch ausgleichen. "Mit dem ersten Batteriespeicher in Süßenbrunn zeigen wir, wie wir erneuerbare Energie nicht nur erzeugen, sondern intelligent nutzen", so Streimelweger.

140 Photovoltaikanlagen

Süßenbrunn ist Teil einer größeren Energiestrategie des Konzerns. Die ÖBB betreiben mittlerweile mehr als 140 Photovoltaikanlagen und wollen die Stromproduktion aus Sonnenenergie weiter ausbauen.

Gleichzeitig soll künftig ein größerer Anteil des selbst produzierten Stroms auch lokal genutzt werden. Batteriespeicher wie jener in Süßenbrunn in Wien-Donaustadt sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.

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