Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film: Ende Juli stürzte das Starship von SpaceX in den Indischen Ozean – und überlebte den Aufprall. Nun hat das US-Raumfahrtunternehmen sein Raumschiff geborgen.
24 Tage nach dem Start wurde das Starship mit Schwimmern stabilisiert und von einem Schiff zur Weihnachtsinsel geschleppt, einer zu Australien gehörenden Insel südlich von Java.
Wie "heise online" berichtet, fand der 13. Start des Starship am 24. Juli statt. Nach der Trennung von der Erststufe Super Heavy flog die Oberstufe über den Indischen Ozean, wo sie wasserte. Anders als die Vorgänger, die den Absturz nicht überstanden, blieb dieses Starship intakt.
Besonders interessant ist für die Techniker der Hitzeschild, der aus rund 18.000 Keramikkacheln besteht. Diese schützen das Raumschiff beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre – ähnlich wie bei den früheren Space Shuttles der NASA.
SpaceX-Chef Elon Musk erklärte bereits Anfang August, das Problem des Hitzeschildes sei gelöst. Der Konzern will das geborgene Starship nun zur Starbase in Texas transportieren – keine leichte Aufgabe bei über 52 Metern Länge und neun Metern Durchmesser.
In Kombination mit der Erststufe Super Heavy ist das Starship mit 124 Metern die größte je gebaute Rakete. Es soll bei künftigen Flügen zum Mond und Mars eingesetzt werden und ist eigentlich wiederverwendbar.
Dass genau dieses geborgene Exemplar nochmals fliegen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Nach drei Wochen im Salzwasser haben Triebwerke, Elektronik und die Edelstahlstruktur gelitten.