Ein Gaming-Setup ist in sechs Jahren deutlich teurer geworden. Laut einer Auswertung der Preisvergleichsplattform idealo stiegen die Gesamtkosten von 3.005 auf 3.495 Euro – ein Plus von 16 Prozent. Vor allem Arbeitsspeicher und Grafikkarten treiben den Preis nach oben. Einige Komponenten sind allerdings auch günstiger geworden.
Wer sich heute einen Gaming-PC samt Monitor und Zubehör zusammenstellen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als noch 2020. Ein typisches Gaming-Setup kostet laut idealo inzwischen 3.495 Euro. Das sind 490 Euro mehr als vor sechs Jahren. Die Preisexperten haben dafür die durchschnittlichen Preise ausgewählter Hardware- und Zubehörkategorien von Jänner 2020 bis Juli 2026 verglichen.
Besonders stark verteuert hat sich der Arbeitsspeicher. Die durchschnittlichen Preise für RAM stiegen laut Auswertung um 335 Prozent. Auch Grafikkarten wurden deutlich teurer: Hier beträgt das Plus 122 Prozent. Idealo führt die Entwicklung unter anderem auf den KI-Boom zurück. Die hohe Nachfrage nach Rechenleistung und Speicher wirke sich auf zentrale Hardware-Komponenten aus.
Nicht alle Teile eines Gaming-Setups kosten heute mehr. Bei hochauflösenden Gaming-Monitoren gingen die Preise seit 2020 um 40 Prozent zurück. Auch Prozessoren wurden um 24 Prozent günstiger. Bei Gaming-Tastaturen beträgt das Minus neun Prozent, bei Gaming-Stühlen sogar 23 Prozent.
Wer beim Zusammenstellen eines Rechners flexibel ist, kann daher bei einzelnen Komponenten sparen. Entscheidend ist, nicht nur auf den Gesamtpreis zu schauen, sondern die Entwicklung der einzelnen Produktgruppen zu vergleichen.
Idealo hat neben Gaming auch drei weitere digitale Ausstattungen untersucht. Am stärksten stiegen die Gesamtkosten beim Homeoffice-Setup: Es wurde von 2.131 auf 2.731 Euro teurer. Das entspricht einem Plus von 28 Prozent. Besonders Business-Notebooks sowie Tastaturen und Mäuse trugen dazu bei.
Die Ausstattung für Schule und Studium legte um 23 Prozent zu und kostet laut Berechnung inzwischen 2.995 Euro statt 2.440 Euro. Tablets wurden hingegen um 21 Prozent günstiger. Tablet-Stifte verteuerten sich dagegen um 175 Prozent.
Für Kreativ- und Designberufe stiegen die Kosten um 16 Prozent auf 7.201 Euro. Besonders Workstation-Grafikkarten wurden teurer. Beim MacBook Pro fiel die Veränderung mit einem Plus von vier Prozent vergleichsweise gering aus.