Der August bringt für Astronomie-Fans in ganz Österreich eine Reihe beeindruckender Naturschauspiele.
Neben dem Maximum der Perseiden-Sternschnuppen warten eine partielle Mondfinsternis und vor allem das absolute Highlight des Jahres: eine besonders starke Sonnenfinsternis.
Am Abend des 12. August wird der Mond die Sonne zu fast 90 Prozent verdecken. In Spanien, Grönland und Island ist das Ereignis sogar als totale Sonnenfinsternis sichtbar. Nur wenige Stunden später, in der Nacht auf den 13. August, erreichen die Perseiden ihr Maximum mit zahlreichen Sternschnuppen am Himmel.
Diese Finsternis ist die stärkste ihrer Art in Österreich seit 1999. Damals konnte man in vielen Teilen des Landes eine totale Sonnenfinsternis beobachten.
In Wien beginnt die Eklipse um 19:22 Uhr und erreicht ihr Maximum um 20:13 Uhr – genau während des Sonnenuntergangs.
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn sich der Mond direkt zwischen Sonne und Erde schiebt. Sein Schatten fällt dann auf die Erdoberfläche. Dies ist nur bei Neumond möglich und tritt im Schnitt etwa zweimal pro Jahr auf – allerdings ist das Ereignis nicht überall auf der Erde sichtbar.
In Spanien beginnt mit diesem Himmelsspektakel eine seltene Serie: Bis 2028 sind dort drei Sonnenfinsternisse zu sehen. Die nächste totale Sonnenfinsternis folgt am 2. August 2027, eine ringförmige am 26. Jänner 2028.
Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie erklärt gegenüber der APA: „Das ist die stärkste Verfinsterung seit dem 11. August 1999, als in weiten Teilen Österreichs eine totale Finsternis zu sehen war.“
Er weist jedoch darauf hin, dass typische Effekte wie das fahle Finsternislicht oder die spürbare Abkühlung heuer weniger auffallen werden, da das Maximum genau mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt.
Die zeitgleiche Neumondphase sorgt für beste Bedingungen beim Beobachten der Perseiden.
Jedes Jahr Mitte August kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle, wodurch die bekannten Sternschnuppen entstehen. Im Volksmund werden sie auch „Tränen des Laurentius“ genannt.
Zum Monatsende, am Morgen des 28. August, ist in Österreich zudem eine partielle Mondfinsternis sichtbar. Der Mond tritt um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. Eine Stunde lang ist die Bedeckung zu beobachten, bevor der Mond kurz nach 6.00 Uhr untergeht.
Wer das August-Spektakel verpasst, bekommt am 2. August 2027 wieder eine Chance: Dann ist in Europa eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Das Jahr 2027 bringt zudem am 20. Februar eine Halbschatten-Mondfinsternis.
Grundsätzlich unterscheidet man totale, ringförmige und partielle Sonnenfinsternisse. Welche Art zu sehen ist, hängt von der Position von Sonne, Mond und Erde ab.
Besonders wichtig: Schau niemals ohne spezielle Finsternisbrille direkt in die Sonne!
Eine totale Sonnenfinsternis ist äußerst selten und nur in einem schmalen Streifen auf der Erde zu sehen. Der Mond bedeckt die Sonne dann vollständig – die Umgebung wird dunkel, Sterne werden sichtbar und die Sonnenkorona erscheint am Himmel.
Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt und wirkt kleiner als die Sonne. Ein leuchtender Ring bleibt sichtbar. Bei der partiellen Sonnenfinsternis, wie sie im August 2026 über Österreich zu sehen ist, verdeckt der Mond nur einen Teil der Sonnenscheibe.