"Wir werden vertröstet"

SPÖ-Breitseite gegen jubelnden VP-Politiker bei Olympia

Der Kasberg steckt weiter in finanziellen Turbulenzen. SPÖ-Politiker Mario Haas übt nun scharfe Kritik an der Landespolitik.
Oberösterreich Heute
12.02.2026, 15:37
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Die Lage am Kasberg spitzt sich weiter zu. Das traditionsreiche Skigebiet in Grünau im Almtal kämpft seit Jahren mit massiven finanziellen Problemen, eine nachhaltige Lösung ist weiter nicht in Sicht. Jetzt meldet sich SPÖ-Politiker Mario Haas lautstark zu Wort – und spart nicht mit Kritik.

Auf Facebook rechnet Haas mit der Landespolitik ab. Während Sportlandesrat Markus Achleitner bei den Olympischen Spielen in Cortina mitfiebere, herrsche am Kasberg weiterhin Unsicherheit. "Seit Monaten wird die Region vertröstet", schreibt Haas, der rote Bezirkschef in Gmunden. Statt klarer Zusagen gebe es nur schöne Worte und Bilder aus Italien. Für das Skigebiet selbst bringe das keinen Schritt nach vorne.

Dabei gehe es um weit mehr als ein paar Lifte, so der SPÖ-Mann. Am Kasberg würden viele Kinder ihre ersten Schwünge im Schnee lernen, dort trainierten junge Talente – womöglich die Olympiahelden von morgen. Wer Oberösterreich als Sportland erhalten wolle, müsse dort investieren, wo Sport beginne: bei den Kindern und Familien vor Ort.

Für Haas ist klar: Der Kasberg sei nicht nur ein Skigebiet, sondern Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber und Teil der regionalen Identität. Solange es keine verbindlichen Zusagen und konkrete Maßnahmen gebe, bleibe die Zukunft ungewiss – und mit ihr die Perspektive für die gesamte Region.

Kritik kommt auch vom Snowboardverein CAOS, der eine Petition zum Erhalt gestartet hat, die mehr als 33.000 Menschen unterschrieben haben. Die Initiatoren stoßen sich vor allem an einem: "Landeshauptmann Thomas Stelzer hat es bislang nicht für notwendig erachtet, sich zum Kasberg zu äußern."

Das Wintersportgebiet sei kein nostalgisches Projekt und keine Einzelinteressen-Frage. Es handle sich um einen zentralen Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber, touristischen Anziehungspunkt und Identitätsträger für das Almtal. "Ein endgültiges Aus würde eine Region treffen, die ohnehin vor großen strukturellen Herausforderungen steht", betont CAOS.

Schwarz-schwarzes Knirschen

Wie die "Kronen Zeitung" vor kurzem berichtet hat, soll es gut eineinhalb Jahre vor der OÖ-Landtagswahl zwischen den Parteikollegen Achleitner und Stelzer knirschen. Der Landeschef gibt nach außen in wirtschaftspolitischen Fragen, etwa beim Revival des Linz-Frankfurt-Flugs, den Ton an. Parteiintern ist von Reibungen die Rede, öffentlich wird beschwichtigt.

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