Die letzten Umfragen sprachen eine deutliche Sprache: Volkspartei und Freiheitliche lagen in OÖ Kopf an Kopf, in einer waren die Blauen vorne. Die Situation in Wien – Stichwörter: Performance der Regierung und Causa Wöginger – ist Katalysator für die eine Seite und Bremse für die andere.
Politikberater Thomas Hofer zu Jahresende über VP-Landeschef Thomas Stelzer: "Er hat gute Persönlichkeitswerte, aber die Frage ist, ob die den Ausschlag geben können." Die allgemeine Stimmungslage sei extrem herausfordernd. "Das alleine von OÖ aus zu drehen ist schwierig, da muss etwas vom Bund kommen", betonte der Experte.
So schlugen sich die Parteien zuletzt
Bei der Landtagswahl 2021 legte die Volkspartei auf fast 38 Prozent leicht zu. Die FPÖ hingegen stürzte nach der Ibiza-Affäre auf knapp 20 Prozent ab.
Die Grünen legten auf zwölf Prozent zu, Neos auf vier Prozent und kam damit erstmals in Landesparlament. Die Protestliste MFG erreichte bei ihrem ersten Antreten sechs Prozent.
Gegenüber "Heute" zeigte sich Stelzer vor wenigen Tagen zweckoptimistisch: Seine Partei habe bei Urnengängen im Vergleich zum Bundesergebnis immer "einen ordentlichen Sprung rauf gemacht". "Wenn wir ernsthaft arbeiten, werden wir mit der Zustimmung unserer Landsleute rechnen können."
Um seinen Mitstreiter in der Landesregierung und Kontrahenten am Stimmzettel war es zuletzt still geworden, zumindest in den klassischen Medien. Auf Social Media dagegen zeigte sich LH-Stv. und FP-Landesobmann Manfred Haimbuchner besonders angriffig.
Jetzt ist sich der Herausforderer im öffentlichen Raum sicher: "Oberösterreich kann es besser". Auf einem neuen Plakatsujet gibt sich der 47-Jährige ganz in Landeshauptmann-Manier. Bleibt spannend, was die kommenden Monate bringen – auf beiden Seiten ...