Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser nutzte den Auftakt zur Landeshauptleute-Konferenz in der Steiermark für ein Fazit seiner Amtszeit. 2026 wird er an Daniel Fellner übergeben – ob das Treffen in Seggau sein letztes war, lässt er im Interview mit der "Krone" offen: "In diesen sehr bewegten Zeiten muss man auch immer mit einer Sondersitzung der Landeshauptleute-Konferenz rechnen. Ich gehe immer so in die Konferenz, als wenn sie meine erste wäre. Voller Inbrunst, Energie und Tatendrang."
Besonders prägend sei für ihn die erste Konferenz in Vorarlberg gewesen: "Als wir noch fünf SPÖ-Landeshauptleute hatten. Mittlerweile sind wir ja nur mehr zu dritt."
Die SPÖ müsse, so Kaiser, vor allem eines tun: "So gut wie möglich unsere Grundsätze in die Praxis umsetzen und den Menschen bewusst machen, dass eine starke, gestaltende Sozialdemokratie unverzichtbar für sie ist."
Die Landeshauptleute-Konferenz selbst sieht er als stabiles Gremium mit klarer Funktion: "Es sollte kein Match Bund gegen Länder geben, vielmehr spielen wir in einem Team, und das heißt Österreich."
Einen großen Teil der aktuellen Gespräche nahmen die Herausforderungen im Gesundheitswesen ein. Kaisers Ansatz: "Zuerst die Inhalte auf den Tisch legen und klären, und man dann erst schaut, wo die direkte Zuordnung liegt."
Zur Diskussion über eine Finanzierung "aus einer Hand" sagt er: "Wenn wir das wirklich aus einer Hand finanzieren wollen, müsste man den gesamten Bereich mitreinnehmen … Und da gilt aus meiner Sicht digital, vor ambulant, vor stationär."
Er plädiert zudem für eine bessere österreichweite Planung in der ärztlichen Versorgung: "Da gibt es in Österreich noch viel Luft nach oben, wenn es darum geht, die Fachärzte regional geografisch besser zu verteilen."
Seinem Nachfolger würde er eines mitgeben: "Sei authentisch und entwickle deinen eigenen Stil." Zur möglichen Bundespräsidentschaft bleibt Kaiser vage: "Aus heutiger Sicht nicht", sagt er – fügt aber hinzu: "Ich sage aber in keinster Weise, dass nie dieses oder jenes passiert."