Nach Wahl in St. Pölten

SPÖ startet Koalitionsgespräche mit den Grünen

Nach mehreren Gesprächsrunden legt sich SP-Bürgermeister Matthias Stadler fest: Mit den Grünen soll es nun ernst werden.
Victoria Carina  Frühwirth
12.02.2026, 12:59
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"Wir haben es uns nicht leicht gemacht und mit allen Parteien mehrere Runden gehabt, um inhaltliche Überschneidungen, politische Gegensätze und gemeinsame Projekte auszuloten", so Bürgermeister Matthias Stadler in einer schriftlichen Stellungnahme.

"Die größte Übereinstimmung haben wir in den Sondierungen mit den Grünen gefunden, mit denen wir jetzt verhandeln werden und – sofern wir uns in den offenen Punkten einigen können – auch eine Koalition bilden werden", betont das Stadtoberhaupt.

Walter Heimerl-Lesni war der Spitzenkandidat der Grünen.
Denise Auer

"Positive Entwicklung der Stadt"

Bei allen Parteien bedankt er sich für die guten und konstruktiven Gespräche in den vergangenen Wochen und hält fest: "Uns ist wichtig, dass wir im Gemeinderat und im Stadtsenat nicht nur in einer Koalition entscheiden – egal, wie diese letztlich aussehen wird. Daher werden wir allen Parteien auch ein Angebot machen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, an der positiven Entwicklung der Stadt aktiv mitzuarbeiten und somit die Stabilität für St. Pölten sicherzustellen."

Als wahrscheinlichste Variante galt bereits kurz nach der Wahl eine Koalition mit den Grünen, wie "Heute" berichtete – diese errangen vier Mandate.

Das sagen die Grünen

Spitzenkandidat Walter Heimerl-Lesnik zeigt sich erfreut über diese Entscheidung: "Die bisherigen Gespräche sind respektvoll, konstruktiv und atmosphärisch gut verlaufen.

Die Sondierungsrunden mit der SPÖ wurden sowohl inhaltliche Überschneidungen als auch Differenzen ausgelotet, wodurch eine solide Basis für die Verhandlungen geschaffen wurde. Mit einem Aufeinanderzugehen beider Seiten bin ich zuversichtlich, dass wir gute Ergebnisse für die Weiterentwicklung unserer Stadt erzielen können. Demokratie lebt vom Kompromiss und vom Ringen um die beste gemeinsame Lösung. Das wird die Aufgabe für die kommenden Gespräche. Wir freuen uns jedenfalls darauf, die Weichen für ein modernes St. Pölten zu stellen“, so Heimerl-Lesnik.

"Wir sind sehr gut vorbereitet"

Die Grünen betonen, dass die bisherigen Sondierungsrunden, in denen die SPÖ inhaltliche Überschneidungen und Projekte auslotete, trotz bestimmter inhaltlicher Differenzen eine solide Basis für die Verhandlungen geschaffen haben. Die Parteisprecherin der Grünen St. Pölten, Christina Engel-Unterberger, unterstreicht die Professionalität der Vorbereitung: "Wir sind sehr gut vorbereitet, um diese Verhandlungen nun zügig und zielorientiert zu führen. Die bisherigen Gespräche waren sachlich sowie konstruktiv. Jetzt geht es darum, diese Atmosphäre in ein verbindliches Arbeitsprogramm zu gießen."

VP-Krumböck: "Bedauerlich für die Stadt"

"Aus meiner Sicht ist diese rot-grüne Partnerschaft für die Stadt bedauerlich, gerade weil meine persönlichen Gespräche mit Matthias Stadler vertrauensvoll und zukunftsgerichtet waren. Es war jedoch gerade in der letzten unserer vier Sondierungsrunden zu spüren, dass nicht alle in der SPÖ einen gemeinsamen Weg in Richtung Zukunft gehen wollen. Dieses Gefühl hat sich nun bewahrheitet", sagte VP-Spitzenkandidat Florian Krumböck. Der linke Parteiflügel der SPÖ hat sich damit nicht nur in der Bundes-SPÖ, sondern auch in St. Pölten durchgesetzt.

FP-Antauer: "Wir bleiben gesprächsbereit"

"Dass nun die SPÖ mit den Grünen die Verhandlungen vertieft, ist zu akzeptieren und wir bleiben natürlich gesprächsbereit. Sollte es zu einer rot-grünen Koalition kommen, werden wir konstruktive Oppositionspolitik für die St. Pöltner Bürger betreiben", sagte FPÖ-Frontmann und Landesrat Martin Antauer.

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