Ein Spaziergang im Wienerwald endete am 9. Februar tödlich: Zwergpudel "Mogli" wurde nahe der Burg Liechtenstein so schwer verletzt, dass er eingeschläfert werden musste. Seine Besitzerin (64) schildert "Heute" den Ablauf – und sucht die andere Hundehalterin.
Die 64-Jährige war mit Mogli auf der Wiese Richtung Hinterbrühl (NÖ) unterwegs. Der Zwerg-Pudel lief nicht angeleint einige Meter vor ihr. Dass dort Leinenpflicht gilt, sei ihr bewusst gewesen. "Natürlich weiß ich, dass Leinenpflicht war, das war mein Fehler", sagt sie offen.
Dann habe eine Frau laut gerufen, sie solle ihren Hund sofort anleinen. Noch während die 64-Jährige versuchte, Mogli zurückzurufen, sei der angeleinte Hund der Frau nach vorne geschnellt. "Der angeleinte aggressive Hund der anderen Besitzerin biss, schnappte sofort zu und ließ meinen Pudel nicht mehr los", erzählt sie im Gespräch mit "Heute".
Ihr kleiner Mogli habe im Maul des größeren gehangen. Sie habe geschrien und versucht, das Tier mit beiden Beinen wegzudrücken. "Ich war komplett alleine." Es habe einige Zeit gedauert, bis der Hund schließlich losließ. Als Mogli am Boden lag, sei er schwer verletzt gewesen. Die 64-Jährige habe ihn sofort ins Auto getragen und in eine Tierklinik gebracht. Dort hätten die Untersuchungen das ganze Ausmaß gezeigt.
Nach dem Vorfall habe die andere Hundehalterin noch gesagt, sie solle sofort mit dem Hund zum Tierarzt fahren. Während sich die 64-Jährige um Mogli kümmerte, habe sich die Frau jedoch entfernt. Sie habe ihr noch nachgerufen, dass sie ihre Personalien benötige – ohne Erfolg. Nun sucht die 64-Jährige die Halterin. Sie will klären, wer für den Tod ihres Hundes verantwortlich ist, und warnt zugleich: Ihrer Ansicht nach sei der Hund und deren Besitzerin eine Gefahr für die Allgemeinheit – insbesondere für Kinder.
Die Wirbelsäule war massiv beschädigt, dazu kamen mehrere tiefe Bissverletzungen im Bauchbereich. Nach Einschätzung der Ärzte hätte Mogli selbst ohne die Rückenverletzung nicht überlebt. Durch die Schäden an der Wirbelsäule wäre auch er dauerhaft gelähmt gewesen. Für die 64-Jährige blieb nur die Entscheidung, ihren Hund noch am selben Tag einschläfern zu lassen.