Die Auswirkungen des Iran-Krieges werden immer spürbarer – vor allem beim Tanken. Tausende Österreicher reisten extra nach Slowenien, um ihre Tanks aufzufüllen.
Jetzt ist alles anders. Wer seit dem Wochenende nach Slowenien zum Tanken fährt, muss sich umstellen. Privatpersonen dürfen pro Tag maximal 50 Liter Sprit zapfen. Für Unternehmen und Landwirte liegt die Grenze bei 200 Litern.
Die Maßnahme gilt im ganzen Land, besonders streng kontrolliert wird aber entlang der Autobahnen. Hintergrund sind Probleme bei der Verteilung von Treibstoff. "Es gibt genügend Kraftstoff in Slowenien. Die Lager sind voll, und es wird keine Knappheit geben", stellte Ministerpräsident Robert Golob klar.
Dennoch: Mittlerweile wurde auch das Militär zu Hilfe gerufen. Soldaten achten darauf, dass die Treibstoffversorgung stabil läuft. Sie sollen auch – aufgrund der Nachfrage – die Lieferung zu den Tankstellen beschleunigen.
Der Ansturm war zuletzt groß: Vor allem Österreicher nutzten die niedrigeren Preise und sorgten für regelrechten Tanktourismus. Grenznahe Tankstellen waren teilweise leer, Diesel und Benzin zeitweise ausverkauft. Einige Betreiber reagierten schon vor Tagen mit eigenen Limits von 30 Litern.
Zusätzlich hat die Regierung die Preisregulierung teilweise gelockert. Tankstellen an Autobahnen und Schnellstraßen dürfen ihre Preise nun wieder selbst festlegen. Ziel ist es, die Versorgung im Land zu sichern.