Erbarmungslose Teuerung: Die Schuldenverfahren haben in den ersten drei Quartalen 2026 in Oberösterreich zugenommen, so der Alpenländische Kreditorenverband. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Zahl der Anträge auf Privatinsolvenz um 14,9 Prozent auf 1.265. Das österreichweite Plus lag bei nur 9,1 Prozent.
Bei der bisherigen Durchschnittsverschuldung in diesem Jahr gab es ebenfalls erneut einen bitteren Anstieg: Aktuell liegt sie bei rund 138.900 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 123.900 Euro.
Stichwort hohe Kosten: Fürs Tanken muss man schon jetzt besonders viel Geld ausgeben. Eine neue Studie gibt einen düsteren Blick in die Zukunft: Das geplante Erneuerbaren-Energien-Gesetz Verkehr würde die Preise bis 2025 "massiv in die Höhe treiben", so Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica.
Demnach drohen Preissprünge von bis zu 1,30 Euro pro Liter. Diesel würde dann mehr als 3 Euro kosten, rechnet die Wirtschaftskammer OÖ vor. Ihre Kritik: Für die ohnehin an der Belastungsgrenze agierende Transportbranche sei das nicht tragbar und für die Konsumenten ein direkter Inflationstreiber. Sie würden laut Studie die Hauptlast der Verteuerung tragen.
Die vorgesehene Regelung ist für den Spartenobmann Wolfgang Schneckenreither ein Widerspruch in sich: "Kurzfristig versucht man mit der Spritpreisbremse, die Preise zu dämpfen, während gleichzeitig neue gesetzliche Vorgaben den nächsten, noch viel größeren Preisschub auslösen."
Die Preise an der Zapfsäule könnten um 40 bis 50 Prozent ansteigen, warnt der Wirtschaftsvertreter. "Wir reden hier nicht von theoretischen Szenarien, sondern von einer realen Kostenlawine, die unsere Betriebe und die Endverbraucher überrollen würde."