Tankstellen-Mitarbeiterin

Spritpreis-Wut: "Muss mich 10 Mal am Tag entschuldigen"

Die Spritpreise steigen immer weiter: Den Frust vieler Autofahrer bekommen derzeit vor allem die Tankstellen-Mitarbeiter zu spüren.
Oberösterreich Heute
09.03.2026, 04:00
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Preis-Schock an der Zapfsäule: In Wien hat normaler Diesel am Sonntag erstmals die 2-Euro-Marke überschritten. Bei einer Tankstelle entdeckte "Heute" am Morgen wie berichtet einen Preis von 2,019 Euro pro Liter – ein Niveau, das viele Autofahrer seit Jahren nicht mehr gesehen haben.

Kunden sprechen von "Katastrophe"

Während sich Pendler über die steigenden Kosten ärgern, bekommen andere den Frust direkt ab: die Mitarbeiter an den Tankstellen. Eine Angestellte bei einer Station im Großraum Linz berichtete gegenüber "Heute", dass sie sich ständig erklären müsse: "Ich muss mich am Tag zehnmal entschuldigen und erklären, dass ich die Preise nicht mache – das kommt von der Zentrale", sagte sie.

Am Donnerstag lagen die Preise beim Lokalaugenschein bei der Tankstelle dabei sogar noch unter 1,80 Euro. Die Reaktionen der Kunden seien oft emotional. "Die Leute regen sich auf, dass es so teuer geworden ist, dass es eine Katastrophe ist", erzählt sie.

Am Ende würden die meisten zwar einsehen, dass die Mitarbeiter nichts dafür können – angenehm sei die Situation für das Personal trotzdem nicht. Auch bei den Autofahrern selbst ist der Ärger groß. Ein Pensionist meinte etwa, die Entwicklung sei zwar "zu erwarten" gewesen, wirklich gerechtfertigt finde er sie aber nicht: Der Sprit sei schließlich längst eingelagert.

Tank-Tourismus an der Grenze

In Schärding zeigte sich gleichzeitig ein anderes Phänomen: Dort herrschte reger Tanktourismus aus Bayern. Während der Liter Benzin in der Barockstadt am Donnerstag rund 1,61 Euro kostete, wurden nur wenige Kilometer weiter in Passau schon über zwei Euro verlangt.

Viele sehen vor allem Pendler als Leidtragende. "Wir Rentner und Pendler sind die Dummen", sagte etwa Konrad Oberpeilsteiner aus Vornbach am Inn (Landkreis Passau). Auch Andrey Lamm aus Ruhstorf an der Rott fuhr deshalb zum Tanken über die Grenze – der 37-jährige Familienvater warnte, dass die höheren Spritkosten am Ende alle treffen würden, weil "dann schließlich auch die Lebensmittel wieder um einiges teurer" werden würden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.03.2026, 14:38, 09.03.2026, 04:00
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