Die Jugendlichen sind sich voll bewusst, "dass ihnen aufgrund ihres Alters nichts passiert". In sämtlichen Jugendzentren der Stadt Innsbruck haben sie schon Hausverbot, allerdings halten sie sich in deren Nähe auf, um Drogen zu verkaufen. Verstärkt die Polizei die Bestreifung, wechselt sie den Standort.
Es sind alarmierende Zustände, von denen Anrainer in Innsbruck berichten. Aktuell ist die Situation rund um das Zentrum in Pradl besonders schlimm, berichtet die "Tiroler Tageszeitung".
"Sie beschimpfen uns, schmeißen Steine oder Eisbrocken, spucken Frauen an. Das nimmt seit wenigen Wochen wieder Überhand", berichtet Wolfgang Plattner der "TT". Vier bis fünf Jugendliche sind es, die vor dem Zentrum herumlungern und Anrainer belästigen. Wird die Polizei gerufen, sind die Teenies plötzlich verschwunden.
Ein weiterer Anrainer wurde schon persönlich bedrängt, seine Frau angespuckt. "Auch mit normalem Zureden kommt man bei denen nicht weiter." Eine junge Familie sei bereits ausgezogen, weitere überlegen den gleichen Schritt.
Selbst Noemie Händler, Bereichsleiterin der Jugendzentren, zeigt sich resigniert. "Das ist sicher keine Gruppe, mit der man im Jugendzentrum arbeiten kann, sogar die Streetworker haben gesagt, dass sie an sie nicht herankommen." Eine Lösung scheint nicht in Sicht, denn die Taten finden im öffentlichen Raum statt. Die Polizei will im Sommer deshalb verstärkt Streife fahren.