Neun Monate nach der Einführung hat die Kaffeekette Starbucks beschlossen, ein KI-Tool zur automatischen Lagerüberwachung nicht länger einzusetzen. Das System sollte mithilfe von Kameras und Lidar-Technologie automatisch Lagerbestände wie Milch und Getränkezutaten erfassen.
Allerdings zählte die automatisierte App Produkte häufig falsch oder kennzeichnete sie fehlerhaft. So verwechselte sie beispielsweise ähnliche Milchsorten oder erkannte diese gar nicht.
Wie "Computerwoche" unter Berufung auf Reuters berichtet, wurde das KI-System mehrere Jahre lang getestet, bevor es im September 2025 flächendeckend in den nordamerikanischen Filialen zum Einsatz kam. Das erklärte Ziel: wiederkehrende Produktengpässe zu reduzieren und die Lieferkette zu verbessern.
Die Mitarbeiter sollten die Bestände per Tablet mit Lidar- und Fotokamera scannen. In einer App sollte der Lagerbestand dann übersichtlich aufgelistet erscheinen, um automatisch Nachbestellungen auszulösen. In der Praxis funktionierte das aber nicht wie geplant.
Noch im Februar 2026 hatte Starbucks erklärt, das KI-Tool habe die Verfügbarkeit der Produkte in den Filialen verbessert. Die Einstellung der Software soll von den Mitarbeitern jedoch zustimmend aufgenommen worden sein.
Künftig müssen Getränke und Milchpackungen wieder per Hand gezählt werden. Starbucks erklärt, durch die Abschaffung des KI-Tools einheitlichere Abläufe zwischen den Filialen schaffen und die Lieferkette optimieren zu wollen.