Ein 34-Jähriger soll am 11. November 2024 Lenker auf der A22 in Lebensgefahr gebracht haben. Der Mann warf angeblich Steine von der Brigittenauer Brücke auf die Autobahn, zertrümmerte die Scheibe von einem fahrenden Auto. Die Lenkerin des getroffenen Pkws wurde von Glassplittern am linken Auge verletzt – sie erlitt eine Hornhautverletzung.
"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich so etwas gemacht habe", meinte der Angeklagte Mittwoch (5.11.) am Wiener Landl. Die Staatsanwältin warf dem Ungarn vor, mehrere 20 bis 30 Zentimeter große Steine gezielt von der Brücke auf Autos geworfen zu haben. Drei Fahrzeuge wurden getroffen und zum Teil schwer beschädigt. Möglicherweise sei er in der Nähe des Tatorts gewesen, so der Angeklagte. "Es gibt dort einen Park, da schlafe ich öfters." Der "Schuldige" sei er aber nicht.
Kurz vor Mitternacht hatten Beamte damals mehrere Steine auf der A 22 unter der Brigittenauer Brücke gefunden. Nachdem klar war, dass Autos getroffen worden waren, leitete die Polizei umgehend Ermittlungen ein. In der Nähe des Tatorts wurde ein Rucksack mit einer Trinkflasche gefunden, DNA-Spuren wurden gesichert.
Diese führten dann mehrere Monate später zu dem Angeklagten. Der Ungar wurde Mitte Jänner festgenommen, nachdem er mit einer Eisenstange auf einen Passanten losgegangen war. Das Opfer konnte ausweichen, stürzte jedoch und zog sich eine Kopfverletzung zu.
Der Prozess wegen Körperverletzung und schwerer Sachbeschädigung wurde am Mittwoch vertagt – am 3. Dezember soll weiterverhandelt werden.