Der Himmel über Österreich bekommt wieder Besuch aus dem All: Der zauberhafte Meteorstrom der Leoniden kreuzt die Umlaufbahn der Erde. Zwischen dem 13. und 30. November sind die funkelnden Lichtspuren am Nachthimmel zu sehen - ihren Höhepunkt erreichen sie in den frühen Morgenstunden des 17. November.
Zwar werden heuer nur rund 15 Meteore pro Stunde erwartet, doch die Sichtbedingungen sind außergewöhnlich gut. "Im vergangenen Jahr störte der helle Mond die Beobachtung der Leoniden", erklärt Björn Voss vom Planetarium Hamburg. "Diesmal steht während des Maximums nur eine schmale Mondsichel am Himmel - und am 20. November ist Neumond."
Die Leoniden gehören zu den schnellsten Sternschnuppen überhaupt: Mit rund 70 Kilometern pro Sekunde - das sind über 250.000 Kilometer pro Stunde - rasen sie in die Erdatmosphäre und verglühen dort als leuchtende Streifen.
Ihren Ursprung haben die Leoniden im Kometen 55P/Tempel-Tuttle, dessen Staubspur die Erde jedes Jahr kreuzt. Der Komet wurde bereits 1865 entdeckt und benötigt etwa 33 Jahre für eine Umlaufbahn um die Sonne. Immer dann, wenn die Erde besonders dicht durch das Zentrum dieser Staubspur fliegt, kommt es zu echten "Meteorstürmen" mit hunderten Sternschnuppen pro Stunde.
Der Name des Schauers geht auf das Sternbild Löwe (Leo) zurück - von dort scheinen die funkelnden Meteore zu kommen. Wer die besten Chancen auf eine Sichtung haben will, sollte sich nach Mitternacht an einen dunklen Ort außerhalb der Stadt begeben, den Blick Richtung Osthimmel richten - und sich einfach verzaubern lassen.