Obdachlosigkeit droht

Streit um Fliesen – Vermieter schmeißt Mutter (36) raus

Mit ihren fünf Kindern könnte Andrea M. schon bald auf der Straße stehen. Sie wurde aus ihrem Haus geworfen, eine neue Wohnung ist kaum leistbar.
Jana Stanek
20.03.2026, 05:30
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Dramatisches Ende nach einem Streit um eine relativ kleine Reparatur. Andrea M. muss Ende Mai aus ihrem Haus in Felixdorf ausziehen. Trotz verzweifelter Suche findet die fünffache Mutter einfach keine Wohnung für ihre Familie. "Vor allem die Kautionen sind ein riesiges Problem, die kann ich mir einfach nicht leisten", so die alleinerziehende 36-Jährige (Name geändert, Anm.) hilflos.

Streit mit Vermieter als Auslöser

Angefangen hat alles mit einem Streit mit dem Vermieter des Hauses. "Die Kinder haben beim Spielen Fliesen am Balkon kaputt gemacht", erzählt sie "Heute". Obwohl Andrea sich sicher ist, dass der Boden schon im Vorhinein beschädigt war, hätte sie die gesamte Reparatur aus eigener Tasche zahlen sollen. "Das habe ich nicht eingesehen", erklärt sie. Kurz darauf flatterte die Kündigung des Mietvertrags ins Haus – doch hier begannen die Probleme erst richtig.

Kündigung verheimlicht

"Ich habe mich im Dezember von meinem Ex getrennt. Er hat die Kündigung schon im November 2025 entgegengenommen und vor mir verheimlicht oder einfach weggeworfen", schildert die 36-Jährige.

So erfuhr Andrea M. erst von der Kündigung, als es beinahe zu spät war. "Im Februar habe ich dann erfahren, dass ich das Haus nicht behalten kann und bis Ende Mai ausziehen muss", so die Niederösterreicherin.

Mutter findet keine Wohnung

Derzeit bezieht sie Sozialhilfe, viele Vermieter würden sie daher ablehnen. "Ich bin bei meinem jüngsten Kind (1 Jahr) zu Hause, habe vier Jahre lang als Selbstständige gearbeitet, aber das sehen die Leute alles nicht", beschwert sich die Mutter. Wo sie mit ihren fünf Kindern nun hin soll, weiß sie nicht.

"Ich kann bei niemandem unterkommen, und es ist schwer, Wohnungen zu finden, die groß genug für uns und auch leistbar sind." Auch die Kaution ihrer alten Wohnung bekommt M. nicht zurück. "Das waren immerhin rund 3.000 Euro", resümiert sie. Online sammelt sie bereits Spenden und hofft, zumindest für eine kleine Wohnung genug Geld zusammenzubekommen.

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