Immer mehr Niederösterreicher wechseln ihren Strom- oder Gasanbieter. Mit 78.288 Wechseln liegt Niederösterreich österreichweit an der Spitze.
Die Energiepreise steigen wieder – und immer mehr Menschen suchen nach günstigeren Angeboten. Besonders wechselwillig zeigen sich dabei die Niederösterreicher: Laut aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 insgesamt 78.288 Strom- und Gaskunden in Niederösterreich ihren Anbieter gewechselt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 67.126 gewesen.
Konkret entschieden sich 59.088 Kunden für einen neuen Stromlieferanten, weitere 19.200 wechselten ihren Gasanbieter. Das entspricht einer Wechselrate von 6,8 Prozent bei Strom und 7,7 Prozent bei Gas.
Damit liegt Niederösterreich bei den Wechselraten sowohl bei Strom als auch bei Gas erneut an der Spitze aller Bundesländer. Bei Strom folgen die Steiermark und Wien mit jeweils 4,6 Prozent, bei Gas die Steiermark mit sechs Prozent und Oberösterreich mit 5,9 Prozent.
Österreichweit wechselten von Jänner bis September insgesamt 326.732 Strom- und Gaskunden ihren Lieferanten. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 300.031 gewesen.
"Noch nie zuvor hat es in den ersten neun Monaten eine höhere Wechselrate gegeben", erklärt E-Control-Vorstand Michael Strebl. Die steigenden Energiepreise würden dazu führen, dass sich immer mehr Menschen mit ihren Strom- und Gaskosten beschäftigen.
Strebl rät daher, noch vor dem Winter einen Preisvergleich durchzuführen und nach günstigeren Angeboten Ausschau zu halten. Besonders einfach sei das mit dem Tarifkalkulator der E-Control möglich.
Denn mit Beginn der Heizsaison drohen den Haushalten erneut höhere Kosten. Laut E-Control steigen derzeit nicht nur die Gaspreise, sondern auch jene für Pellets und Heizöl.
E-Control-Vorstand Alfons Haber empfiehlt deshalb einfache Sparmaßnahmen: Heizungen warten und reinigen, Heizkörper entlüften, Räume nicht überheizen und richtig lüften. Schon wenige Maßnahmen könnten helfen, die Heizkosten zu senken und das Haushaltsbudget zu entlasten.