Wischen, wischen, wischen – ein Match, kurz ein gutes Gefühl und dann versandet die Unterhaltung in einem "Hey". Für viele Singles gehört dieser Ablauf längst zum Alltag. Dating-Apps versprechen schnelle Kontakte, doch für viele Nutzer fühlt sich das Ganze eher wie ein endloser Autopilot an.
Eine Umfrage der Partnervermittlungsagentur Tawkify unter 1.000 amerikanischen Singles zeigt nun, wie frustrierend das digitale Dating tatsächlich sein kann. Demnach braucht es im Schnitt 40 Swipes für ein einziges Match. Selbst bei der Generation Z sind es noch 34 Wischbewegungen pro Treffer.
Doch selbst ein Match bedeutet noch lange kein echtes Kennenlernen. Laut der Studie braucht etwa ein Drittel der Nutzer eine Woche oder länger, um sich nach einem Match überhaupt zu treffen. Ein weiteres Drittel gab an, sich nur selten persönlich mit Matches zu verabreden. Und selbst wenn es zum ersten Date kommt, läuft es oft nicht wie erhofft. 27 Prozent der Befragten erklärten, dass keines ihrer ersten Dates im vergangenen Jahr zu einem zweiten geführt hat. Zudem berichteten 45 Prozent, dass ein Date kurzfristig abgesagt wurde.
Ein weiteres großes Problem beim Online-Dating ist das sogenannte Ghosting – wenn jemand plötzlich ohne Erklärung den Kontakt abbricht. Laut Tawkify erleben Nutzer das im Schnitt viermal pro Jahr. Frauen gaben sogar an, etwa fünfmal jährlich geghostet zu werden. Dabei investieren viele viel Zeit in ein Treffen. Frauen benötigen laut Umfrage durchschnittlich 67 Minuten, um sich für ein Date vorzubereiten, Männer etwa 46 Minuten.
Kein Wunder also, dass viele Singles irgendwann eine Pause brauchen. 75 Prozent der Befragten gaben an, im vergangenen Jahr eine Auszeit von Dating-Apps genommen zu haben – bei der Generation Z waren es sogar 76 Prozent. Mehr als 60 Prozent überlegen laut Studie sogar, komplett mit Dating-Apps aufzuhören, weil sie den Zeitaufwand als zu hoch empfinden.