Apokalyptische Stimmung über dem Mittleren Westen der USA: Tornados und Hagelkörner groß wie Grapefruits trafen US-Bundesstaaten wie Iowa, Minnesota und Wisconsin. Insgesamt wurden sechs Tornados gemeldet. Die Schäden der Unwetter werden derzeit erhoben.
Besonders beeindruckend: Sturmjäger filmten die gewaltigen Wirbelstürme aus nächster Nähe. So hielt etwa Stormchaser Brandon Clement einen schmalen, seilförmigen Tornado fest, der durch Felder von Iowa zog und dabei große Staubmengen aufwirbelte.
Auch andernorts hinterließen die Unwetter deutliche Spuren. In Independence, Missouri wurde das Dach eines Lagerhauses abgedeckt - laut Sturmjäger Aaron Rigsby dürfte ein Tornado oder starker Fallwind die Ursache gewesen sein. Ähnliche Schäden wurden auch aus Wisconsin gemeldet.
Drohnenbilder zeigen das Ausmaß der Verwüstung nahe Union Center: zerstörte Gebäude, umgestürzte Strukturen - ein Bild der Zerstörung. Immerhin: Verletzte wurden bisher keine gemeldet.
Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei. Durch den anhaltenden Starkregen drohen Überschwemmungen - in Teilen von Wisconsin und Michigan mussten Bewohner bereits ihre Häuser verlassen.
Meteorologen warnen: Weitere schwere Gewitter sind bereits im Anmarsch. Besonders am Freitag (17.4.) könnte es erneut gefährlich werden.
Tornados und Klima-Erwärmung
Einzelne Extremereignisse wie Tornados lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist laut UN-Weltklimarat: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver. Das heißt: Niederschläge und Stürme werden stärker, Hitzewellen heißer und Dürren trockener.