Ein Familienausflug auf die Bahamas endete in einer Katastrophe. Der US-Unternehmer Adam Robinson (44) war mit seiner Frau Helen, den beiden Kindern und weiteren Begleitern in einem Privatjet unterwegs, als die Maschine am Sonntag über Florida abstürzte. Keiner der neun Menschen an Bord überlebte das Unglück.
Der Learjet 60 war zuvor in Austin im US-Bundesstaat Texas gestartet. Neben der vierköpfigen Familie befanden sich laut dem Nachrichtenportal "TMZ" auch zwei enge Freunde, eine Nanny sowie zwei Piloten in der Maschine.
Robinson hatte sich in der Technologiebranche einen Namen gemacht. Mehr als 160.000 Menschen verfolgten seine geschäftlichen Aktivitäten auf LinkedIn.
Bevor er als Unternehmer durchstartete, arbeitete der 44-Jährige rund zehn Jahre in der Finanzbranche, unter anderem an der Wall Street. Ab 2020 gründete er mehrere Technologieunternehmen, mit denen er Millionen verdiente.
Im Cockpit des Unglücksfliegers saßen laut dem Bericht der 55-jährige Kapitän Jeff G. und die junge Co-Pilotin Nathalia G.
Die Pilotin hatte bereits mit 17 Jahren ihre Pilotenprüfung bestanden, als sie noch die "West Boca Raton High School" besuchte. Ihre Flugausbildung hatte sie 2020 begonnen. Ihr Berufswunsch war es, später als Verkehrspilotin zu arbeiten. Auch für die beiden Piloten endete der Flug tödlich.
Was den Absturz verursachte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der Privatjet bereits vor dem Aufprall auseinandergebrochen sein.
Tom Chapman von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB erklärte bei einer Pressekonferenz, dass sich offenbar schon während des Fluges Teile von der Maschine gelöst hätten. Die Ermittler rechnen deshalb damit, weitere Trümmer auch in größerer Entfernung vom eigentlichen Absturzort zu finden.
Kurz vor dem Unglück hatte der Pilot noch Turbulenzen und Probleme mit dem Wetter gemeldet. Wenig später stürzte der Learjet mit der Nase voran auf eine Straße in einem Wohngebiet und ging in Flammen auf.
Der Absturz hatte auch für die Menschen in der Umgebung schwerwiegende Folgen. In dem betroffenen Wohngebiet in Palm Beach County befanden sich rund 77 Mobilheime. Die Bewohner wurden vorsorglich in eine Notunterkunft gebracht. Wann sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können, war zunächst unklar.
Das bestätigte auch der Verwaltungschef von Palm Beach County, Joel G. Flores, bei einer Pressekonferenz. Während die Ermittler weiter nach der Ursache suchen, steht fest: Alle neun Insassen des Privatjets kamen bei dem Absturz ums Leben.