Was lange offen war, ist jetzt entschieden: Klaus Luger muss vor Gericht. Nach der spektakulären Kehrtwende durch das Oberlandesgericht ist nun auch der Verhandlungstermin fix - am 3. Juli sitzt der frühere Linzer Bürgermeister auf der Anklagebank.
Dabei schien die Causa bereits erledigt: Luger hatte den Schaden beglichen und zusätzlich 20.000 Euro bezahlt. Doch die Staatsanwaltschaft blieb hart und setzte sich durch - die Diversion wurde aufgehoben.
Im Zentrum steht ein umstrittenes Rechtsgutachten rund um ein Hearing im Brucknerhaus aus dem Jahr 2017. Luger soll dieses später als LIVA-Aufsichtsratschef in Auftrag gegeben haben, obwohl es laut Ermittlern auch seinen eigenen Interessen diente.
Konkret geht es um rund 19.000 Euro, die aus öffentlichen Mitteln bezahlt wurden. Die Staatsanwaltschaft sieht deshalb schwere Schuld.
Beim Prozess werden neben Luger auch mehrere Zeugen gehört. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft.