Um Tausende Euro

Ticket bezahlt, kam nie an: Warnung vor ESC-Abzocke

Das Song-Contest-Jahr hat gestartet! Im Mai findet das größte Musikevent der Welt in Wien statt. Das lockt auch Betrüger hervor.
Heute Entertainment
08.01.2026, 12:44
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Mit dem Eurovision Song Contest 2026 in Wien steht der größte Musik-TV-Event der Welt bevor. Millionen Fans fiebern dem Ticketverkauf entgegen – doch genau das ruft auch Betrüger auf den Plan.

Noch vor dem Start der ersten Ticket-Verkaufswelle am 13. Jänner schlagen ORF, EBU, Innenministerium, Stadt Wien, Polizei und die Plattform "Watchlist Internet" Alarm und starten eine gemeinsame Info-Offensive gegen Cyber-Kriminalität.

Denn rund um Großevents wie den ESC nehmen Fake-Shops, Phishing-Mails und betrügerische Ticketangebote erfahrungsgemäß massiv zu.

Ein zentraler Schutzmechanismus ist das mehrstufige Ticketingsystem.

Wichtig für Fans:

  • Tickets können ausschließlich über oeticket.com gekauft werden
  • Voraussetzung ist eine vorherige Registrierung, die bereits am 18. Dezember 2025 geendet hat
  • Wer sich nicht rechtzeitig registriert hat, kann in der ersten Verkaufswelle keine Tickets kaufen

Alle Angebote in sozialen Netzwerken, angebliche Geheimkontingente oder "Restkarten" zu Fantasiepreisen sind Fake. Dort werden Karten zu Wucher-Preisen angeboten. Da können gut und gerne mehrere Tausend Euro überwiesen werden. Die Tickets gibt es jedoch gar nicht.

Cyber-Expertinnen und -Experten warnen besonders vor diesen Tricks:

  • Gefälschte Ticket-Webseiten, die täuschend echt aussehen – bezahlt wird, ein Ticket kommt nie
  • Phishing-Mails, die Gewinne oder Last-Minute-Tickets versprechen
  • Günstige Ticket-Pakete auf Facebook, Instagram oder Kleinanzeigen
  • Fake-Umfragen zum ESC, die Daten stehlen oder Schadsoftware verbreiten
  • Ticket-Selfies auf Social Media: Der QR-Code kann kopiert und missbraucht werden

Besonders perfide: sogenanntes Quishing. Dabei überkleben Kriminelle echte QR-Codes (z. B. an Parkautomaten, E-Ladesäulen oder in Lokalen) mit eigenen Stickern. Ein Scan führt auf gefälschte Banking-Seiten. Tipp der Polizei: QR-Codes immer abtasten, ob ein Aufkleber darüberklebt.

Eine weitere Gefahr betrifft vor allem die ESC-Wochen im Mai: Durch KI-gestütztes Voice-Cloning können Betrüger Stimmen von Angehörigen täuschend echt nachahmen. Ein Anruf wie:
"Mama, ich bin in Wien beim ESC, mir wurde alles gestohlen – ich brauche sofort Geld!"
kann selbst vorsichtige Menschen überrumpeln.

Die Polizei rät deshalb ein "Codewort" innerhalb der Familie zu verwenden. Und im besten Fall soll die Person mit einer bekannten Nummer zurückrufen.

Aktuelle Warnungen finden sich laufend auf watchlist-internet.at

ESC-Cybersicherheitschef Martin Pils bringt es auf den Punkt: "Sicherheit ist Teamsport – wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen."

Verdachtsmeldungen:

  • Verdächtige Mails oder Webseiten an: [email protected]
  • Anzeigen bei jeder Polizeidienststelle oder online beim Bundeskriminalamt: [email protected]
  • Cybercrime-Helpline der Stadt Wien: 01 4000-4006

Wenn du dich bis zum 18. Dezember für ESC-Tickets registriert hast, dann ist die Chance auf eine Karte gar nicht so gering. Wir erklären dir, wie der Verkauf richtig ablaufen wird.

So läuft der Ticketkauf konkret und korrekt ab

  • 48 Stunden vor dem 13. Jänner: E-Mail von eurovision.com mit persönlichem Kaufcode
  • Pro Code maximal 4 Tickets
  • Alle Tickets müssen in einem Kauf erworben werden

Nach dem Kauf:

  • Ticketstatus in der App: "Ticket gekauft"
  • QR-Code wird erst 48 Stunden vor der Show aktiviert
  • Tickets sind nur über die App gültig

Weiterverkauf & Namensänderung:

  • Weiterverkauf ab Mitte April nur über oeticket fansale
  • Ausschließlich zum Originalpreis
  • Auszahlung erfolgt über oeticket
  • Namensänderungen ab Mai in der App möglich

Gewinnspiele:

  • Nur über offizielle ESC-Partner und den ORF
  • Details ausschließlich auf der oeticket-Website

Der ESC 2026 soll ein Musikfest für alle werden. Darum wichtig: Wachsam bleiben! Wer Tickets will, sollte ausschließlich offizielle Kanäle nutzen und bei verlockenden Angeboten skeptisch sein. Denn beim Eurovision Song Contest gilt mehr denn je: Lieber doppelt vorsichtig als plötzlich abgezockt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 15.01.2026, 11:23, 08.01.2026, 12:44
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