Mit dem Eurovision Song Contest 2026 in Wien steht der größte Musik-TV-Event der Welt bevor. Millionen Fans fiebern dem Ticketverkauf entgegen – doch genau das ruft auch Betrüger auf den Plan.
Noch vor dem Start der ersten Ticket-Verkaufswelle am 13. Jänner schlagen ORF, EBU, Innenministerium, Stadt Wien, Polizei und die Plattform "Watchlist Internet" Alarm und starten eine gemeinsame Info-Offensive gegen Cyber-Kriminalität.
Denn rund um Großevents wie den ESC nehmen Fake-Shops, Phishing-Mails und betrügerische Ticketangebote erfahrungsgemäß massiv zu.
Ein zentraler Schutzmechanismus ist das mehrstufige Ticketingsystem.
Alle Angebote in sozialen Netzwerken, angebliche Geheimkontingente oder "Restkarten" zu Fantasiepreisen sind Fake. Dort werden Karten zu Wucher-Preisen angeboten. Da können gut und gerne mehrere Tausend Euro überwiesen werden. Die Tickets gibt es jedoch gar nicht.
Besonders perfide: sogenanntes Quishing. Dabei überkleben Kriminelle echte QR-Codes (z. B. an Parkautomaten, E-Ladesäulen oder in Lokalen) mit eigenen Stickern. Ein Scan führt auf gefälschte Banking-Seiten. Tipp der Polizei: QR-Codes immer abtasten, ob ein Aufkleber darüberklebt.
Eine weitere Gefahr betrifft vor allem die ESC-Wochen im Mai: Durch KI-gestütztes Voice-Cloning können Betrüger Stimmen von Angehörigen täuschend echt nachahmen. Ein Anruf wie:
"Mama, ich bin in Wien beim ESC, mir wurde alles gestohlen – ich brauche sofort Geld!"
kann selbst vorsichtige Menschen überrumpeln.
Die Polizei rät deshalb ein "Codewort" innerhalb der Familie zu verwenden. Und im besten Fall soll die Person mit einer bekannten Nummer zurückrufen.
Aktuelle Warnungen finden sich laufend auf watchlist-internet.at
ESC-Cybersicherheitschef Martin Pils bringt es auf den Punkt: "Sicherheit ist Teamsport – wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen."
Wenn du dich bis zum 18. Dezember für ESC-Tickets registriert hast, dann ist die Chance auf eine Karte gar nicht so gering. Wir erklären dir, wie der Verkauf richtig ablaufen wird.
Der ESC 2026 soll ein Musikfest für alle werden. Darum wichtig: Wachsam bleiben! Wer Tickets will, sollte ausschließlich offizielle Kanäle nutzen und bei verlockenden Angeboten skeptisch sein. Denn beim Eurovision Song Contest gilt mehr denn je: Lieber doppelt vorsichtig als plötzlich abgezockt.