Vermutlich alles gefilmt

Tiroler soll Partnerin betäubt und vergewaltigt haben

Ein 44-jähriger Tiroler soll seine Lebensgefährtin jahrelang missbraucht und gefilmt haben. Die Ermittler stehen nun vor einer gewaltigen Aufgabe.
16.10.2026, 10:44
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Ein erschütternder Verdacht beschäftigt die Tiroler Justiz: Ein 44-jähriger Mann soll seine Lebensgefährtin über einen längeren Zeitraum immer wieder betäubt, vergewaltigt und die Übergriffe gefilmt haben, das berichtet die Tiroler Tageszeitung (TT). Seit April sitzt der bisher unbescholtene Tiroler in Haft. Die Ermittlungen dürften sich noch lange hinziehen.

Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler offenbar durch verdächtige Äußerungen in Internetforen. Dort soll sich der 44-Jährige in Chats über sexuelle Praktiken mit seiner Lebensgefährtin ausgetauscht haben. Seit Jahresbeginn wurde gegen ihn ermittelt, im April erfolgte schließlich die Festnahme.

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Auch Ex-Partnerin könnte Opfer sein

Wie die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Donnerstag gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" erklärte, steht der Mann im Verdacht, seine Lebensgefährtin mehrfach betäubt und anschließend vergewaltigt zu haben.

Doch womöglich gibt es noch ein weiteres Opfer. Bereits im Juli bestätigte das Bundeskriminalamt, dass Hinweise auf mögliche Übergriffe gegen eine frühere Partnerin des 44-Jährigen vorliegen. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

50 Terabyte an Daten müssen ausgewertet werden

Eine besondere Herausforderung für die Ermittler sind die gewaltigen Datenmengen, die bei den Untersuchungen sichergestellt wurden. Auf zahlreichen beschlagnahmten Datenträgern befinden sich insgesamt 50 Terabyte an Daten, die nun überprüft werden müssen.

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Mit der Auswertung wurde das Landeskriminalamt beauftragt. Dort stößt das zuständige Referat allerdings an seine personellen Grenzen.

Denn gerade einmal fünf Mitarbeiter stehen für diese Aufgabe zur Verfügung. Gleichzeitig müssen sie auch sämtliche anderen Datenauswertungen bearbeiten, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.

Wie aufwendig die Untersuchungen sind, zeigt auch der Zeitplan der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen werden voraussichtlich mindestens bis ins Jahr 2027 andauern.

red, 16.10.2026, 10:44