Ein Satz lässt die Ermittler in einem erschütternden Kriminalfall in der Steiermark aufhorchen. Ein 37-jähriger Vater, der im August seine achtjährige Tochter getötet haben soll, erklärt bei seinen Befragungen laut "Kronen Zeitung" immer wieder: "Ich wollte sie nicht in dieser Welt zurücklassen!"
Der Mann sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz sind noch nicht abgeschlossen.
Die Tat ereignete sich am späten Abend des 17. August in Kumberg im Bezirk Graz-Umgebung. Der 37-jährige Diplomingenieur soll seine achtjährige Tochter mit einem Küchenmesser getötet haben. Die Klinge der Tatwaffe war rund 20 Zentimeter lang.
Das Mädchen hatte gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester im Kinderzimmer geschlafen, als es zu der tödlichen Attacke kam. Anschließend verletzte sich der Vater mit demselben Messer selbst. Er überlebte den mutmaßlichen Suizidversuch.
Bei den stundenlangen Befragungen in der Grazer Justizanstalt machte der 37-Jährige laut dem Bericht der "Krone" teilweise widersprüchliche Angaben. Einzelne Aussagen soll er zunächst zurückgenommen und später erneut vorgebracht haben.
Wiederholt sprach er jedoch darüber, dass er seine Tochter nicht allein zurücklassen wollte. Die 8-Jährige sei sein "Lieblingskind" gewesen, erklärte er gegenüber den Ermittlern.
Auch über das Verhältnis zu seinen beiden Töchtern äußerte er sich: "Zu ihr hatte ich immer etwas mehr Nähe als zu meiner zweiten Tochter. Ich wollte sie mitnehmen", wird der Familienvater in der "Krone" zitiert.
Die Ermittler prüfen auch die private Situation des 37-Jährigen vor der Tat. Im Raum stand eine Trennung von seiner Lebensgefährtin. Obwohl das Paar offenbar vor dem Ende seiner Beziehung stand, lebten beide weiterhin im selben Haushalt.
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Die bevorstehende Trennung könnte nach bisherigen Erkenntnissen eine Rolle bei der Tat gespielt haben. Ein abschließend geklärtes Motiv liegt allerdings noch nicht vor. Andere konkrete Hinweise auf einen möglichen Beweggrund ergaben sich laut dem Bericht bisher nicht.
Die strafrechtlichen Untersuchungen laufen weiterhin. "Die Ermittlungen in dem Fall sind aber noch nicht zur Gänze abgeschlossen", bestätigt Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, gegenüber der "Steirerkrone".
Der 37-Jährige befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Wann die Ermittlungen abgeschlossen sein werden, ist derzeit offen.