In Niederösterreich wird jetzt groß investiert: Insgesamt 66,7 Millionen Euro fließen in 15 Projekte der Lebensmittelwirtschaft und Landwirtschaft – quer durch alle vier Landesviertel.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) spricht von einem kräftigen Zeichen für die Zukunft. "Wer investiert, setzt auf die Zukunft", betont er. Das Paket soll die regionale Wertschöpfung sichern, Arbeitsplätze stärken und heimische Bauern unterstützen. Rund 8,2 Millionen Euro kommen als Unterstützung von EU, Bund und Land.
Besonders im Fokus stehen Milch und Käse. Die Berglandmilch baut ihre Topfen- und Frischkäseproduktion in Aschbach-Markt (Bezirk Amstetten) massiv aus. Neue Produktionslinien sollen künftig 15.000 Tonnen Topfen und 7.000 Tonnen Frischkäse pro Jahr möglich machen. Auch neue Verpackungsgrößen und höhere Hygiene- und Qualitätsstandards sind geplant.
Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer sieht vor allem bei Topfen und Frischkäse starkes Wachstum. Junge Konsumenten greifen demnach immer öfter zu diesen Produkten.
Auch die NÖM in Baden investiert. Dort werden unter anderem ein neues Hochregallager, ein Versandgebäude und moderne Kühltechnik unterstützt. Das soll Lagerkapazitäten ausbauen und tausende Lkw-Fahrten einsparen.
Wirtschaftskammer-Niederösterreich-Präsident Wolfgang Ecker sieht darin einen wichtigen Schub für die Region. Solche Investitionen würden nicht nur einzelne Unternehmen stärken, sondern auch viele andere Betriebe mit Aufträgen versorgen.
Neben Milch und Käse geht es auch um Traubenkernöl, Tofu, Getreide, Ölsaaten, Gemüse, Ackerfrüchte, Verpackungslinien, bessere Kühlung und Tierwohl. Damit sollen Betriebe moderner, effizienter und wettbewerbsfähiger werden.