Massenansturm in Dolomiten

Touristen-Chaos bei Drei Zinnen – Stau fürs Selfie

Hunderte Touristen warten auf Shuttlebusse zu den Drei Zinnen. Die Bilder aus den Dolomiten entfachen die Debatte um Massentourismus neu.
Newsdesk Heute
01.08.2026, 14:37
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Hunderte Meter lange Warteschlangen, dicht gedrängte Urlauber und chaotische Szenen an einer Bushaltestelle: Virale Videos von den Drei Zinnen sorgen derzeit in Italien für heftige Diskussionen.

Die Aufnahmen zeigen zahlreiche Touristen, die auf einen Shuttlebus zur Auronzo-Hütte warten. Die Hütte ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen rund um die weltberühmte Felsformation in den Dolomiten.

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Viele wollen nur ein Selfie

Der enorme Andrang sorgt bei Einheimischen und Naturschützern zunehmend für Ärger. Kritiker sprechen von Übertourismus und warnen vor den Folgen für Mensch und Natur.

Laut "Kleine Zeitung" sieht auch der Alpenverein die Entwicklung kritisch. Vielen Besuchern gehe es nicht mehr um das Wandern oder das Naturerlebnis. Stattdessen stehe für manche nur noch das perfekte Selfie vor der Bergkulisse für Instagram im Mittelpunkt.

Nur 800 Autos dürfen hinauf

Eigentlich sollten neue Beschränkungen den Verkehr rund um die Drei Zinnen reduzieren. Über die Mautstraße zur Auronzo-Hütte dürfen täglich nur noch 800 Fahrzeuge fahren.

Wer mit dem eigenen Auto hinauf will, muss den Stellplatz frühzeitig reservieren. Die Zufahrt samt Parkplatz kostet 40 Euro. Ist das tägliche Kontingent ausgeschöpft, bleibt nur noch der Shuttlebus.

Bis zu 14.000 Besucher pro Tag

Nach Angaben der Tourismusverantwortlichen kann das Gebiet täglich rund 4.000 Besucher bewältigen. Da nur 800 Fahrzeuge zugelassen sind, müssen mehrere Tausend Menschen auf die Busse ausweichen.

Andere Schätzungen gehen allerdings davon aus, dass an besonders stark besuchten Tagen bis zu 14.000 Menschen zu den Drei Zinnen wollen. Die Bilder der langen Warteschlangen lassen nun erneut Forderungen nach strengeren Zugangsbeschränkungen laut werden.

Tourismusverantwortlicher widerspricht

Roberto Pais, Tourismusverantwortlicher von Auronzo di Cadore, spricht hingegen von einer Ausnahmesituation. Der ungewöhnlich große Andrang sei durch das schlechte Wetter an den Tagen zuvor entstanden.

Viele Urlauber hätten ihren Ausflug deshalb auf denselben Tag verschoben. Die Diskussion über den Massentourismus in den Dolomiten dürfte damit aber noch lange nicht beendet sein. Statt Ruhe und Bergidylle erwartet viele Besucher derzeit vor allem eines: langes Anstellen für ein Foto.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.08.2026, 16:05, 01.08.2026, 14:37