Laute Musik, wildes Campen und Müll in den Dolomiten, davon die italienische Gemeinde Cortina d'Ampezzo jetzt genug und geht gezielt gegen rücksichtslose Touristen vor. Dazu werden während der Sommersaison zusätzliche Polizeistreifen in die Berge entsandt.
Das geht laut "Südtirol News" aus einer neuen Vereinbarung zwischen der Region Venetien, der Provinz Belluno und der Gemeinde Cortina hervor. Bereits ab dieser Woche sind neben der Gemeindepolizei auch zusätzliche Polizisten der Provinz Belluno auf beliebten Wanderwegen und in den Wäldern unterwegs. Bis September soll es rund zehn zusätzliche Streifen im Monat geben.
Der Grund: Immer mehr Besucher strömen in die Berge. Laut den Behörden waren es im Jahr 2025 rund 1,12 Millionen Menschen – das sind um 11 Prozent mehr als im Jahr davor.
Mit dem Ansturm nehmen aber auch die Probleme zu. Viele sind in völlig ungeeignetem Schuhwerk unterwegs, picknicken oder campieren wild, baden in geschützten Bergseen oder lassen ihren Müll einfach liegen.
Die Folgen gehen weit über die Umweltverschmutzung hinaus. Rücksichtsloses Verhalten kann sogar Menschenleben gefährden. Erst vor wenigen Wochen konnte ein Rettungshelikopter nicht landen, weil sich Touristen auf der Landezone gesonnt haben. Dadurch wurde der Einsatz verzögert, so die Behörden.
Wer sich nicht an die Regeln hält, muss jetzt mit saftigen Strafen rechnen. Wie hoch diese ausfallen können, ist noch nicht bekannt. Die Gemeinde Cortina betont aber, dass es vor allem um Vorbeugung geht. Mit mehr Polizei will man die Besucher über das richtige Verhalten in den Bergen informieren und das Bewusstsein für den Schutz der Natur stärken.
Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre ausgelegt. Sollte es erfolgreich sein, könnten ähnliche Maßnahmen auch in anderen Tourismusorten der Provinz Belluno eingeführt werden.