Stockwerk mit Risiko

Hotelzimmer über dem 4. Stock? Davon wird abgeraten

Viele wünschen sich beim Check-in ein Zimmer möglichst weit oben. Genau das solltest du dir aber gut überlegen.
Heute Life
07.07.2026, 21:55
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Der Urlaub ist gebucht, das Hotel sorgfältig ausgewählt und beim Check-in kommt oft die entscheidende Frage: "Welches Stockwerk hätten Sie gerne?" Viele wünschen sich ein Zimmer möglichst weit oben – wegen der Aussicht, der Ruhe oder des Gefühls von Exklusivität. Reiseexperten raten jedoch häufig zu einer anderen Wahl. Tatsächlich kann ein Zimmer zwischen dem zweiten und vierten Stock im Ernstfall die sicherere Option sein.

Warum Experten die zweite bis vierte Etage empfehlen

Wer sein Hotelzimmer auswählt, denkt meist an den Ausblick oder daran, möglichst weit weg vom Straßenlärm zu sein. Sicherheitsaspekte spielen dagegen oft eine untergeordnete Rolle. Dabei empfehlen Profis seit Jahren, möglichst ein Zimmer zwischen dem zweiten und vierten Stock zu buchen.

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Der Grund: Diese Etagen gelten als guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Erreichbarkeit. Zimmer im Erdgeschoss oder ersten Stock sind leichter von außen zugänglich und können dadurch ein höheres Einbruchsrisiko bergen. Gleichzeitig können sehr hoch gelegene Zimmer im Notfall schwieriger zu erreichen sein.

Im Brandfall kann die Höhe entscheidend sein

Ein wesentlicher Grund für diese Empfehlung ist der Brandschutz: Kommt es zu einem Feuer, dürfen Aufzüge aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzt werden. Gäste müssen das Gebäude dann über das Stiegenhaus verlassen, sofern dieses noch sicher passierbar ist.

Sollte eine Rettung von außen notwendig werden, spielt auch die Höhe des Zimmers eine Rolle. Experten weisen darauf hin, dass Feuerwehrleitern und Rettungsmöglichkeiten nicht unbegrenzt hoch reichen. Deshalb gelten Zimmer bis etwa zum vierten Stock häufig als günstiger, wenn eine Rettung über ein Fenster erforderlich werden sollte. Wie hoch eine Drehleiter tatsächlich reicht, hängt allerdings von der jeweiligen Feuerwehr und ihrer Ausrüstung ab.

Nicht nur die Etage zählt

Neben der Zimmerhöhe empfehlen Experten, sich direkt nach dem Check-in mit den Fluchtwegen vertraut zu machen. Ein kurzer Blick auf den nächstgelegenen Notausgang kann im Ernstfall wertvolle Zeit sparen – vor allem dann, wenn dichter Rauch die Orientierung erschwert. Ein weiterer Tipp: Merke dir, wie viele Türen zwischen deinem Zimmer und dem nächsten Treppenhaus liegen. Selbst bei schlechter Sicht lässt sich der Fluchtweg so leichter finden.

Natürlich haben Zimmer in den oberen Stockwerken ihren Reiz: Sie sind oft ruhiger und bieten den schönsten Blick über Stadt, Berge oder Meer. Wer jedoch auch den Sicherheitsaspekt berücksichtigt, sollte auf den Ausblick verzichten und lieber ein Zimmer in den mittleren Etagen wählen.

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