Bluttat im Alkohol- und Drogenrausch im Weinviertel: Am 5. Jänner 2026 soll Stefan S. (47) seine Partnerin Joyce P. (36) mit einem Seil erdrosselt, dann tagelang in seinem Erdkeller in Wilfersdorf versteckt haben – bis er sich einem Freund anvertraute, der die Polizei alarmierte. Jetzt ist die Mordanklage fertig!
Über seine Ex hatte Stefan S. 2021 seine neue Partnerin kennengelernt. Mitte 2025 zog man von Lanzendorf in ein gemietetes Einfamilienhaus nach Wilfersdorf. Bereits in der Corona-Pandemie soll der Angeklagte immer mehr dem Alkohol verfallen sein.
Er bezeichnete sich selbst als Alkoholiker, konsumierte täglich Neuroleptika und Fentanyl. Der Verlust der Obsorge für seinen Sohn aus der früheren Beziehung setzte ihm noch mehr zu. Wegen Depressionen befand er sich in psychologischer Betreuung.
Die laut Anklage "überschaubare Einkommenssituation" des Paares führte zu einer von Drogen, Gewalt und Schreiduellen geprägten toxischen Beziehung.
Zahlreiche Annäherungs- und Betretungsverbote – gegen ihn und sie – wurden ausgesprochen. Am 5. Jänner eskalierte ein erneuter Streit, Stefan S. (1 Flasche Wodka und Fentanyl intus) ging eine Runde mit dem Hund spazieren, als er heimkam, soll seine Partnerin ihn mit einem Küchenmesser (19,5 Zentimeter lang) attackiert haben. Ein dicker Wintermantel schützte ihn vor Verletzungen.
Daraufhin soll der umfassend geständige Angeklagte (Anwalt Sascha Flatz) zum Hanfseil gegriffen und Joyce P. getötet und die Leiche in den Erdkeller geschleppt haben.
In den Abendstunden des 13. Jänner vertraute sich Stefan S. einem Bekannten in einem 45 Minuten langen Telefonat an. Dieser schlug Alarm, in den Morgenstunden des 14. Jänner wurde der 47-Jährige von Polizeibeamten festgenommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die Mordanklage ist noch nicht rechtskräftig und auch ein Prozesstermin steht noch aus, teilte Barbara Michalek, Sprecherin des Landesgerichts Korneuburg, auf "Heute"-Anfrage mit.