Um kurz nach 19 Uhr wurden am Sonntag, dem 13. September, die Feuerwehren Pottenstein und Fahrafeld zu einem brennenden Traktor alarmiert.
Eine Spaziergängerin hatte die Flammen am Waldrand entdeckt und sofort über den Feuerwehrnotruf Alarm geschlagen. Weil sich der Fahrzeugbrand unmittelbar bei einem Waldgebiet ereignete, rückten gleich zwei Feuerwehren aus.
Die Anfahrt gestaltete sich schwierig. Die Zeugin wartete an einer Weggabelung auf die Einsatzkräfte und lotste sie über eine enge Zufahrt zu einem Holzlagerplatz. Unterwegs musste sogar ein versperrter Schranken gewaltsam geöffnet werden.
Als die Feuerwehr die Lichtung erreichte, schlugen bereits Flammen aus dem Führerhaus des Traktors. Ein Atemschutztrupp startete sofort mit dem Löschangriff. Gemeinsam mit den Einsatzkräften aus Fahrafeld konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden.
Doch dann kam die ungewöhnliche Vorgeschichte ans Licht: Der Traktor war ursprünglich einige Meter entfernt abgestellt worden. Vermutlich kam es zu einem elektrischen Kurzschluss im Bereich der Fahrzeugbatterie. Danach dürfte sich die Arbeitsmaschine selbstständig in Bewegung gesetzt haben.
Der bereits brennende Traktor rollte über den Holzlagerplatz in Richtung Forstweg. Erst eine am Heck montierte Kreissäge stoppte die gefährliche Fahrt. Sie blieb im schottrigen Boden hängen, während sich die Antriebsräder regelrecht eingruben. Damit blieb der Traktor gerade noch rechtzeitig stehen. Nur wenige Meter weiter begann der angrenzende Föhrenwald.
Nach den Löscharbeiten entfernten die Feuerwehrleute die verkohlte Batterie, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Anschließend wurde die Maschine mit einem Stahlseil in die Mitte der Lichtung gezogen und gesichert.
"Zum Glück wurde der Brand rechtzeitig entdeckt. Durch die schnelle Alarmierung und das rasche Eingreifen unserer Mannschaft konnten wir verhindern, dass sich das Feuer auf den Waldrand ausbreitet", zeigte sich Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Thomas Schonaklener erleichtert.
Die Polizei soll nun die genaue Brandursache klären. Insgesamt standen bei den beiden Feuerwehren 25 Mitglieder mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz.