"Geküsst und angefasst"

Trans-Polizistin gesteht Vergewaltigung von Mädchen

Eine Trans-Polizistin (55) hat vor Gericht die Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens gestanden. Bei ihr wurden zudem rund 2.000 Dateien gefunden.
André Wilding
16.09.2026, 07:51
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Mit Hand- und Fußfesseln wurde die 55-jährige Angeklagte zum Prozess vor das Landgericht Traunstein gebracht. Dort gestand die vom Polizeidienst freigestellte Frau unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen Großteil der gegen sie erhobenen Vorwürfe - darunter die Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens.

Die Angeklagte war früher bei einer Spezialeinheit tätig und unter anderem in Afghanistan im Einsatz. Sie wurde als Mann geboren, lebt mittlerweile als Frau und begann eine Hormontherapie.

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Razzien bei der Polizistin

Bereits 2024 war die Frau wegen pornografischer Inhalte ins Visier der Ermittler geraten. Sie soll im Internet Darstellungen hochgeladen haben, die unter anderem den Missbrauch von dreijährigen Kindern zeigten, berichtet die BILD.

Bei anschließenden Durchsuchungen an ihrem Arbeitsplatz und zu Hause wurden weitere Missbrauchsdarstellungen von Kindern sowie tierpornografische Inhalte sichergestellt. Insgesamt geht es um rund 2.000 Dateien. Auch eine Kalaschnikow wurde gefunden.

Die Polizistin wurde vom Dienst freigestellt und später zu einer Geldstrafe von 19.000 Euro verurteilt.

Übergriff auf Restaurant-Toilette

Noch während der damaligen Ermittlungen lud die Frau die 15-jährige Tochter einer Bekannten zu einer Motorradtour ein. Bei einem Besuch in einem Fast-Food-Restaurant soll es schließlich zum sexuellen Übergriff gekommen sein, heißt es in der deutschen Boulevardzeitung.

Die Staatsanwältin schilderte den Vorwurf vor Gericht laut BILD so: "Dort nutzte die 1,84 Meter große und körperlich deutlich überlegene Angeklagte einen Überraschungsmoment aus, drängte sich in die Toilettenkabine, in die die Geschädigte gegangen war, schloss die Tür und sperrte ab."

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Bekannt wurde der Vorfall, nachdem die damals 23-jährige Verlobte der Polizistin auf deren Handy eine auffällige Nachricht entdeckt hatte. Im Oktober 2025 sprach sie daraufhin mit dem Mädchen.

"Ich war aufgelöst und schockiert und fragte die Kleine, ob alles in Ordnung ist", sagte sie vor Gericht laut BILD. "Da erzählte sie, sie sei irgendwie mit Maja in der Toilette gelandet, sie habe sie geküsst und überall angefasst."

Weiterer Vorfall wurde bekannt

Die Frau wandte sich anschließend an die Bundespolizei und erstattete im Namen des Mädchens Anzeige. Dabei wurde laut den vorliegenden Informationen noch ein weiterer Vorfall bekannt.

Nach einem gemeinsamen Badeausflug soll die Jugendliche am nächsten Morgen ohne Badebekleidung im Bett der Polizistin aufgewacht sein. Ein Polizist erklärte laut BILD vor Gericht: "Sie hatte keine Erinnerung, was passiert war."

Höchstens 3,5 Jahre in Aussicht gestellt

Zum Auftakt des Prozesses legte die Angeklagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Geständnis zu einem Großteil der Vorwürfe ab. Damit soll dem Mädchen eine Aussage vor Gericht erspart bleiben, berichtet die Boulevardzeitung.

Richter Andreas Bartschmid stellte der 55-Jährigen im Gegenzug eine Haftstrafe von höchstens dreieinhalb Jahren in Aussicht. Zudem soll sie 5.000 Euro an das Opfer bezahlen.

Nach ihrer Festnahme war die Angeklagte zunächst in der Frauenabteilung der Justizanstalt Bamberg untergebracht. Seit fünf Monaten sitzt sie in der Männerabteilung der Justizanstalt Stadelheim.

Ihr Verteidiger Peter Dürr schildert die Situation gegenüber der BILD so: "Das ist eine gravierende Belastung im Alltag. Beim Hofgang wird ihr hinterhergepfiffen, körperliche Untersuchungen finden immer durch männliche Beamte statt."

Ein Urteil ist noch nicht gefallen. Der Prozess gegen die 55-Jährige wird fortgesetzt.

wil,16.09.2026, 07:51