Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unternimmt einen neuen Anlauf für direkte Gespräche mit Kreml-Chef Wladimir Putin. Nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump brachte er nun ein persönliches Treffen in den USA ins Spiel.
"Gestern haben wir mit Präsident Trump besprochen, dass ein solches Treffen in den USA organisiert werden könnte", sagte Selenskyj in einer auf X veröffentlichten Videobotschaft. Ein Treffen in den Vereinigten Staaten könne laut dem ukrainischen Präsidenten in einem Format stattfinden, das es Putin "deutlich schwerer machen würde, abzulehnen".
Selenskyj hatte bereits mehrfach direkte Gespräche mit Putin vorgeschlagen, um über ein Ende des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges zu verhandeln. Der Kreml zeigt sich dabei jedoch zurückhaltend. Aus Moskau hieß es bisher, ein solches Treffen komme nur in Russland infrage – eine Option, die Selenskyj ablehnt.
Zuletzt hatte der ukrainische Präsident erklärt, Putin habe auch einen Vorschlag für ein Treffen am Rande des derzeit in Evian stattfindenden G-7-Gipfels ausgeschlagen. Moskau habe damit erneut gezeigt, "dass es nicht bereit ist, darüber zu sprechen", so Selenskyj.
Putin selbst hatte Anfang des Monats erklärt, er sehe derzeit "keinen Sinn" in einem persönlichen Treffen mit Selenskyj, solange kein Friedensabkommen ausgearbeitet sei. Zuvor hatte der ukrainische Präsident den Kreml-Chef in einem offenen Brief zu direkten Gesprächen aufgefordert.