Am Sonntag um 18 Uhr erfolgt in Sao Paulo der Startschuss zum Grand Prix von Brasilien. Es ist das viertletzte Rennen der Formel-1-Saison 2026.
Auf den ersten Blick geht es nicht um viel. Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat sich vor einer Woche zum jüngsten Weltmeister aller bisheriger Zeiten gekrönt, der wichtigste Titel ist somit vergeben.
Aber: Einige Fragen sind noch offen – und genau deshalb lohnt es sich, auch im Finish des PS-Jahres genau hinzusehen.
Zu haben ist unter anderem der Konstrukteurstitel. Mercedes hält bei 630 Punkten, liegt in Führung. Ferrari kommt auf 504 Zähler. Sprich: Holen die "Silberpfeile" heute in Interlagos drei Punkte mehr als die "Scuderia", darf Toto Wolff die Champagner-Flaschen köpfen. Rang drei machen sich Red Bull Racing und McLaren untereinander aus.
Spannender ist der Kampf um den Vize-Weltmeistertitel in der Fahrerwertung. Denn gleich fünf Piloten haben aktuell die Chance, hinter Antonelli "Best of the Rest" zu werden. Die Ausgangslage: Max Verstappen (261 Punkte), Lewis Hamilton (259), George Russell (250), Charles Leclerc (245) und Lando Norris (221) sind rechnerisch in der Verlosung.
In weiterer Folge fahren einige Piloten noch um ein Cockpit für 2027. Die meisten Rennställe haben ihr Duo für die kommende Saison bereits formiert, aber eben nicht alle. Die Racing Bulls etwa statteten Liam Lawson und Arvid Lindblad nur mit Ein-Jahres-Verträgen aus. Ob sie verlängert werde, ist offen.
Nach dem Brasilien-Rennen sind noch Wochenenden in Las Vegas (22. November), Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) geplant. Die letzten beiden Stationen wackeln wegen der politischen Spannungen in der Region.