Straße von Hormus

Trotz Iran-Deal: Dutzende Schiffe sitzen weiter fest

Trotz Iran-Deal wird keine rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs erwartet. Sicherheitsrisiken in der Straße von Hormus sorgen für Unsicherheit.
Newsdesk Heute
18.06.2026, 11:52
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Das Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt zwar für Hoffnung auf Entspannung, bei der Schifffahrt durch die Straße von Hormus wird jedoch nicht mit einer raschen Normalisierung gerechnet.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) bezeichnete die Unterzeichnung des Abkommens am Donnerstag als "wichtigen ersten Schritt". Gleichzeitig warnte der Verband davor, die Lage bereits als gelöst zu betrachten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mögliche Minengefahr für Schiffe

Nach Ansicht von VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger müsse nun sichergestellt werden, "dass Risiken für die Schifffahrt, insbesondere mögliche Minengefahren, in den kommenden Wochen beseitigt werden und die Sicherheit von Seeleuten und Schiffen dauerhaft gewährleistet ist".

Hinzu kommt, dass sich weiterhin zahlreiche Handelsschiffe im Persischen Golf befinden. Diese könnten die Region nicht gleichzeitig verlassen. Daher sei eine enge internationale Koordination notwendig, um eine "schrittweise und sichere Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs" zu ermöglichen.

"Eine sofortige Rückkehr zum regulären Betrieb ist derzeit nicht zu erwarten", erklärte der Verband. Nach Angaben des VDR sitzen derzeit rund 45 Schiffe deutscher Unternehmen in der Region fest.

Am Mittwochabend hatten Irans Präsident Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump unabhängig voneinander ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs unterzeichnet. In den kommenden 60 Tagen sollen nun offene Fragen für ein endgültiges Friedensabkommen geklärt werden.

Iran will Gebühren für die Durchfahrt

Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Zukunft der Straße von Hormus. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf kündigte im Staatsfernsehen an, dass sein Land in einem endgültigen Abkommen Gebühren für die Durchfahrt festschreiben wolle. Der Iran werde "nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren", sagte Ghalibaf.

Der VDR pocht dagegen auf eine dauerhafte Wiederherstellung der freien Schifffahrt. "Für die Schifffahrt bleibt entscheidend, dass die freie und ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus dauerhaft wiederhergestellt wird", erklärte der Verband.

Die Reeder verweisen darauf, dass es sich bei der Straße von Hormus um eine internationale Wasserstraße handelt. Nach dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen müsse die "freie und ungehinderte Transitdurchfahrt" auch künftig gewährleistet bleiben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.06.2026, 11:52
Jetzt E-Paper lesen