Warnung sorgt für Spott

Trotz Warnstufe: Serbien plant mehr Flüge nach Kroatien

Widersprüchliche Signale: Serbien warnt vor Reisen nach Kroatien – gleichzeitig baut die staatliche Airline Flüge dorthin aus.
Newsdesk Heute
18.03.2026, 15:16
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Während Belgrad vor Reisen nach Kroatien warnt, baut ausgerechnet die staatliche Airline ihr Angebot dorthin aus – und sorgt damit für Spott.

Wie "Heute" berichtete, hatte das serbische Außenministerium zuletzt eine Reisewarnung für das Nachbarland ausgesprochen. "Aufgrund der jüngsten Ereignisse in der Republik Kroatien und der zunehmend häufigeren Vorfälle, Spannungen und widrigen Sicherheitslage empfehlen wir den Bürgern der Republik Serbien, in der kommenden Zeit nicht in die Republik Kroatien zu reisen, es sei denn, dies ist absolut notwendig", hieß es.

Zweithöchste Warnstufe

Im Zuge eines neuen Reise-Ampel-Systems wurde Kroatien mit "Orange" eingestuft – der zweithöchsten Warnstufe nach "Rot". Damit ist das Urlaubsland, das jährlich rund 21 Millionen Touristen anzieht, das einzige in Europa mit einer derart hohen Warnstufe aus Serbien.

Air Serbia plant mehr Flüge nach Kroatien

Für zusätzliche Verwunderung sorgt jedoch eine gleichzeitige Ankündigung aus Belgrad: Die staatliche Fluglinie Air Serbia plant, ihr Angebot nach Kroatien im Sommer sogar auszubauen. Laut CEO Jiri Marek sollen künftig auch zwei wöchentliche Flüge auf die Insel Brač angeboten werden. Insgesamt steigt die Zahl der wöchentlichen Verbindungen damit auf 38.

Die widersprüchlichen Signale bleiben nicht unkommentiert. Die serbische Oppositionspolitikerin Valentina Reković zeigte sich amüsiert: "Es scheint, als hätte Suzana Vasiljević (Anm.: Vasiljević ist Beraterin des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und im Aufsichtsrat von Air Serbia) ihre Kollegen nicht darüber informiert, dass ihr Regierungschef Kroatien für sehr gefährlich hält."

Für Reković wirft die Situation grundlegende Fragen auf: "Entweder waren die Warnungen leere Propaganda, oder die staatlichen Institutionen wissen nicht, was sie tun."

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.03.2026, 15:16
Jetzt E-Paper lesen