Zweithöchste Warnstufe

Reisewarnung! Serbien stuft Kroatien als Risiko ein

Serbien hat Kroatien in einem neuen Reise-Ampelsystem herabgestuft. Bürger sollen nur noch bei zwingendem Anlass dorthin reisen.
Newsdesk Heute
11.03.2026, 14:18
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Serbien rät seinen Bürgern derzeit von Reisen nach Kroatien ab, wenn diese nicht unbedingt notwendig sind. Hintergrund ist ein neues Reise-Ampelsystem, mit dem mögliche Sicherheitsrisiken bewertet werden.

In der neuen Einstufung landet Kroatien als einziges europäisches Land in der orangefarbenen zweithöchsten Kategorie. Nach Angaben des serbischen Außenministeriumswurde die Entscheidung infolge der jüngsten Entwicklungen in Kroatien getroffen. Die Verantwortlichen verwiesen dabei auf eine Reihe von Zwischenfällen, steigende Spannungen sowie auf aus ihrer Sicht ungünstige Sicherheitsbedingungen. Es wird deshalb empfohlen, Reisen dorthin nur bei äußerster Notwendigkeit anzutreten.

Kroatien: Warnung ist "unbegründet"

In der Warnung heißt es zudem, man solle öffentliche Versammlungen und Orte meiden, an denen Provokationen möglich seien. Außerdem wird Bürgern geraten, "in der Kommunikation Vorsicht walten zu lassen und auf ihre persönliche Sicherheit und ihr Eigentum" zu achten.

Aus Kroatien kommt deutliche Kritik an der Einstufung. Das Außenministerium erklärte laut dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk HRT, das Land zähle zu den sichersten in Europa. Tourismusminister Tonči Glavina bezeichnete die Warnung aus Belgrad als "unbegründet".

Die Empfehlung Serbiens stehe im Zusammenhang mit den jüngsten militärischen Spannungen im Nahen Osten. Laut kroatischer Regierung habe dies jedoch "keinen Bezug zur Sicherheitslage im Land".

Enge Verbindung in Tourismusbranche

Glavina verwies außerdem auf die enge Verbindung zwischen beiden Ländern im Tourismussektor. Jedes Jahr arbeiten laut HRT rund 20.000 Menschen aus Serbien in der kroatischen Tourismusbranche und zählen damit zu den wichtigsten ausländischen Arbeitskräften. Auch die Zahl serbischer Gäste sei teilweise zweistellig gestiegen. Der Minister erwartet daher kaum Auswirkungen auf Reisen nach Kroatien.

Warnung auch aus Großbritannien

Reisehinweise gab es zuletzt auch aus Großbritannien. Bereits Mitte Januar warnte das britische Außenministerium vor möglichen Sicherheitsrisiken bei Reisen nach Kroatien. Auf einer entsprechenden Liste stehen außerdem Italien, Portugal, Deutschland und die Schweiz.

Als Gründe nannte London eine weltweit erhöhte Terrorgefahr sowie eine Zunahme von Kleinkriminalität. Reisende werden daher aufgefordert, besonders wachsam zu sein und Wertgegenstände vor allem in großen Städten oder touristischen Hotspots gut zu sichern.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 11.03.2026, 15:10, 11.03.2026, 14:18
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen