Verdacht auf Menschenhandel

Epstein-Fall weitet sich aus – nun ermittelt Polen

Im Skandal um Jeffrey Epstein ermittelt nun auch Polen. Es geht um den Verdacht, dass Frauen und Mädchen für sexuelle Ausbeutung angeworben wurden.
Newsdesk Heute
11.03.2026, 13:03
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Der Fall rund um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zieht nun auch in Polen weitere Kreise. Die dortige Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen mutmaßlichen Menschenhandels aufgenommen.

Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wird geprüft, ob auch in Polen junge Frauen und minderjährige Mädchen angeworben wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten sie mit falschen Versprechungen über Jobs im Ausland gelockt worden sein, um sie anschließend sexuell auszubeuten.

Verbindung zu Russland?

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte bereits im Februar Untersuchungen zu möglichen Verbindungen Epsteins nach Polen angekündigt. Dabei sollte auch geprüft werden, ob es Kontakte zwischen Epstein und dem russischen Geheimdienst gegeben haben könnte.

Kurz darauf erklärte Justizminister Waldemar Zurek, dass Geheimdienst, Staatsanwaltschaft und Polizei gemeinsam an den Ermittlungen arbeiten würden.

Neue Dynamik bekam der Fall, nachdem das US-Justizministerium Ende Januar weitere Dokumente zum Epstein-Skandal veröffentlicht hatte. Der Multimillionär war bereits 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft verbrachte er jedoch nur knapp 13 Monate im Gefängnis.

Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen. Ein Bundesgericht warf ihm damals vor, deutlich mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er schließlich tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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