Wegen Shutdown

Trump feiert Halloween – und sorgt für Kritik im Netz

Das Weiße Haus ist mit Kürbissen geschmückt und verteilt Schokolade an Kinder. Wegen der aktuellen Lage in den USA hagelt es jedoch Kritik.
31.10.2025, 13:50
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Ein Orchester spielt Michael Jacksons "Thriller", während Donald und Melania Trump Hunderte Kinder empfingen und Schokolade verteilten: Das Präsidentenpaar hat in Washington zur "Trick-or-Treat"-Feier eingeladen. Passend zur Jahreszeit wurde das Weiße Haus mit vielen Kürbissen und Herbstlaub geschmückt. Während die Trumps keine Kostüme trugen, überboten sich die Gäste mit einfallsreichen Verkleidungen – sie kamen als Dinosaurier oder Superhelden.

"Es ist eine lange Schlange", sagte Trump. "Sie ist fast so groß wie der Ballsaal." Provisorische Wände verdeckten den Bau des von Trump geplanten neuen Ballsaals, während auf der anderen Seite noch eine geparkte Planierraupe sichtbar war. Für den Bau des Saals war der Ostflügel des Weißen Hauses zuletzt vollständig abgerissen worden.

Auf Social Media hagelt es Kritik

Wegen der derzeit angespannten Lage in den USA stieß das Spektakel in den sozialen Medien jedoch auch auf Ablehnung. So warfen Kritiker der Trump-Familie Taktlosigkeit und mangelndes Gespür vor. "Statt das Weiße Haus mit Essen zu schmücken, könnten Sie es jenen geben, die bald nichts mehr haben", wetterte zum Beispiel ein User. "Tolle Deko – schade nur, dass bald Millionen nichts mehr zu essen haben", meinte jemand anderes.

Grund für die Kommentare ist der Haushaltsstreit, der in den USA seit dem 1. Oktober anhält. Da man sich im Kongress nicht auf einen Bundeshaushalt einigen konnte, fehlt die Grundlage für die weitere Finanzierung. Dadurch mussten viele staatliche Behörden und Institutionen schließen oder ihre Arbeit stark einschränken.

41 Millionen auf Lebensmittelhilfe angewiesen

Zuletzt wurde bekannt, dass auch das "Food-Stamp"-Programm, das 41 Millionen bedürftige US-Bürger bei der Grundversorgung mit Lebensmitteln unterstützt, ab Anfang November vom Shutdown betroffen sein wird. Gemäß US-Medienberichten lehnt es Trumps Regierung ab, Notfallreserven anzuzapfen, um das Lebensmittelprogramm weiter zu finanzieren.

Wegen des drohenden Stopps haben mehr als zwei Dutzend von den oppositionellen Demokraten regierte Bundesstaaten Klage gegen die Regierung Trump eingereicht. In ihrer am Dienstag erhobenen Klage fordern sie, einen Nothilfefonds im Umfang von fünf Milliarden Dollar (4,01 Milliarden Franken) zu nutzen, um das Programm vorerst beizubehalten.

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