US-Präsident Donald Trump hat vor dem Obersten Gericht der USA eine schwere Niederlage erlitten. Der Supreme Court erklärte seine Anordnung zur Staatsbürgerschaft für in den USA geborene Kinder für unrechtmäßig.
Die mehrheitlich konservativ besetzten Richter entschieden mit sechs zu drei Stimmen gegen den Präsidenten. Es ist bereits der zweite bedeutende Rückschlag für Trump innerhalb weniger Monate, nachdem das Höchstgericht im Februar den Großteil seiner Zölle für rechtswidrig erklärt hatte.
Trump hatte im Jänner 2025 per Dekret angeordnet, dass Kinder von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung oder von Personen mit nur vorübergehendem Aufenthalt in den USA nicht mehr automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten sollen.
Der Supreme Court sah darin einen Verstoß gegen den 14. Verfassungszusatz aus dem Jahr 1868. Dieser garantiert grundsätzlich jedem in den USA geborenen Kind automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Mit der Entscheidung kassierte das Höchstgericht Trumps Anordnung und setzte seiner geplanten Neuregelung ein Ende.