US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine im privaten Rahmen nahegelegt, Angriffe tief auf russischem Staatsgebiet zu intensivieren. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf ein Telefonat, das bereits am 4. Juli stattgefunden haben soll.
Laut mit den Gesprächen vertrauten Personen soll Trump seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj gar gefragt haben: "Wolodymyr, kannst du Moskau treffen? Kannst du auch Sankt Petersburg treffen?"
Selenskyj habe geantwortet: "Absolut. Das können wir, wenn ihr uns die Waffen gebt." Trump signalisierte Unterstützung für die Idee. Das Weiße Haus und das Präsidialamt der Ukraine reagierten nicht auf Anfragen zur Stellungnahme gegenüber der "Financial Times".
Trump hatte am Montag nach rund sechsmonatigen Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg neue Töne gegenüber Russland angeschlagen. Von Kreml-Chef Wladimir Putin sei er enttäuscht, sagte Trump.
Der US-Präsident kündigte neue Waffenlieferungen für die Ukraine an, die die europäischen Nato-Länder bezahlen sollen. Darüber hinaus drohte er mit Strafzöllen gegen Russland und seine Handelspartner, sollte in 50 Tagen noch keine Einigung für ein Kriegsende erzielt sein.