Wenn das Thermometer Richtung 40 Grad klettert, reicht Wasser allein oft nicht aus. Denn mit jedem Schweißtropfen verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Genau hier kommt ein Getränk ins Spiel, das viele nur vom Dönerstand kennen: Ayran.
Wer bei hohen Temperaturen stark schwitzt, verliert vor allem Natrium – ein wichtiger Elektrolyt für den Flüssigkeitshaushalt. Fehlt er, können Schwindel, Muskelkrämpfe oder Kreislaufprobleme auftreten.
Ayran liefert genau das, was der Körper jetzt braucht: Die Mischung aus Joghurt, Wasser und einer Prise Salz hilft dabei, den Elektrolytverlust auszugleichen. Zusätzlich stecken im Joghurt Kalium, Magnesium und Kalzium.
Neben den Mineralstoffen bringt Ayran noch weitere Vorteile mit. Das Sauermilchgetränk enthält leicht verdauliches Eiweiß und lebende Milchsäurebakterien, die die Darmflora unterstützen können. Gleichzeitig sorgt die Milchsäure dafür, dass Kalzium vom Körper besser aufgenommen wird.
Studien deuten außerdem darauf hin, dass bestimmte probiotische Joghurtkulturen positive Effekte auf den Cholesterinspiegel und antioxidative Prozesse haben könnten. Diese Wirkung hängt allerdings von den verwendeten Bakterienkulturen ab und gilt nicht pauschal für jeden Ayran.
Der Klassiker ist im Handumdrehen zubereitet: Einfach Naturjoghurt und kaltes Wasser zu gleichen Teilen verrühren, mit einer Prise Salz abschmecken und nach Belieben frische Minze hinzufügen. Gut gekühlt wird Ayran so zum erfrischenden Begleiter an heißen Sommertagen.
Wichtig: Ayran ist eine sinnvolle Ergänzung, ersetzt aber nicht ausreichend Flüssigkeit. Wer sich lange in der Hitze aufhält oder körperlich arbeitet, sollte insgesamt genügend trinken und auf Warnzeichen wie Schwindel oder Kreislaufprobleme achten.